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Welcome to Sodom

Ausverkauft! Darüber freut sich DUM, Das Ultimative Magazin, als Veranstalter der Filmvorführung am 10. April 2019 im Vierzigerhof der Familie Renner. Schade für all jene, die keine Karte mehr bekommen haben. Zum 28. Mal wurde hier Geniales im Zuge von "Literatur im Kino" gezeigt. Und wer dieses Mal nicht dort war, versäumte einmal mehr Beeindruckendes. Eines steht auch fest: Langenlois hat einen der besten Kameramänner!

Christian Kermer ist als "Visual Director" für den überaus sehenswerten Dokumentarfilm "Welcome to Sodom - dein Handy ist schon hier" verantwortlich. Er filmte mehr als zwei Monate auf Europas größter Müllhalde mitten in Afrika und informierte die Gäste in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Kinosaal mit unglaublichen Details zum Film. Langenlois kann stolz sein auf diesen erfolgreichen Filmproduzenten. Der Mensch darf weniger stolz sein, was er im Überfluss und Luxus wegwirft. Die Doku und das Gezeigte hat die Zuseher arg erschüttert, weil Unvorstellbares auf der Welt passiert. Das brennende Plastik hat man förmlich gerochen.

Auf dem Weg ins Stadtkino fällt am Wegesrand dieses Plakat auf. Es passt wie die Faust aufs Auge zum Film.
Zum 28. Mal veranstaltet DUM, Das Ultimative Magazin, sehenswerte Filme mit anschließenden Lesungen bzw. Diskussionen.
Die interessierten Gäste konnte bereits vor Filmbeginn den Langenloiser Kameramann sprechen - viele kennen ihn ja von klein auf.
Er hat mit seinem Filmteam ein wahrlich "brennendes Thema" beleuchtet.
Kameramann Christian Kermer hat eine Welt kennengelernt, die fast unbeschreiblich ist: "Die Müllhalde von Agbogbloshie (= ein Stadtteil der Millionenmetropole Accra im westafrikanischen Ghana) wird höchstwahrscheinlich auch letzte Destination für die Tablets, Smartphones und Computer sein, die wir morgen kaufen!"
Der Besucheransturm auf den Film war sehr groß - ausverkauft eben!
Sehr großes Interesse herrscht für diesen angekündigten Film.
Sodom und Gomorra kennt man aus der Bibel - diese sündhaften Städte hätte Gott einst unter einem Regen aus Feuer und Schwefel begraben. Dass es sie aber noch heute gibt, beweist diese beeindruckende und sehr nachdenklich machende, ja eigentlich unbeschreibliche Dokumentation.
Schauen Sie sich das an, was wir erlebt haben...
Die folgenden Fotos braucht man eigentlich nicht beschreiben, sie sind "selbstredend".
Sind hier desolate Computer auch aus Langenlois dabei?
Es ist eine männerdominierte Gesellschaft dort - Schwäche wird bestraft, daher gibt sich dieses Mädchen als Bursch aus...
Kinder suchen mit starken Magneten irgendwelche Metallteile, die sie gesammelt abgeben und etwas Geld dafür bekommen.
So wird der Schrott dann "aufbereitet" - die Computer zerlegt und das Innenleben getrennt.
Und dann kommt das Feuer ins Spiel, Plastik schmilzt von den Kabeln ...
Es gibt auf Europas größte Müllhalde mitten in Afrika keinerlei Infrastruktur. Wasser ist Mangelware, braucht man aber unbedingt zum Abkühlen und Löschen. Es wird in unzähligen Plastikbeuteln täglich angeliefert und dadurch der Müllberg noch höher :-(.
Jeder, der jetzt PC's, Handys und Tabletts bedient, wird nach diesem Film mit sehr gemischten Gefühlen neue Geräte kaufen.
Wolfgang Kühn sah heute den Film zum vierten Mal und ihm kommt jedes Mal vor, wie wenn es aus der Leinwand "rausstinkt". Wie ist dieser Gestank für eine mitteleuropäische Nase überhaupt zu beschreiben?
Die Kinobesucher sind relativ betroffen von dem, was sie hier gesehen haben.
Christian Kermer bedankt sich für den zahlreichen Besuch und er freut sich, dass dieser Film auch Langenlois bewegt. Er beschreibt die Dreharbeiten, er beantwortet Fragen, er versetzt die Zuhörer neuerlich an diesen Ort des Unfassbaren, wo Menschen unter widrigsten Bedingungen Müll sammeln, um zu etwas Geld zu kommen und die Hoffnung nicht aufgeben, dass es ihnen vielleicht einmal besser gelingt, aus dieser Hölle zu flüchten, damit es ihnen besser geht.
Erwirtschaftet wurden z.B. 2014 aus den insgesamt 40 Millionen Tonnen Elektroschrott - mit den darin enthaltenen Materialien (Kupfer, Eisen, Zinn, Aluminium, Gold) wurde ein Wert von ca. 48 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das Erschreckende und der Skandal dabei ist, dass von den 40 Millionen Tonnen nur 15,5 % fach- und umweltgerecht entsorgt wurden.
Trotz aller Dramatik, die das Gezeigte enthielt, freut sich Initiator Wolfgang Kühn über das besondere Interesse und...
... lädt schon jetzt zu "Literatur im Kino" im Herbst ein. Das Programm ist noch nicht ganz fertig. Fix ist jedoch der Kinoabend am 9. Oktober 2019, an dem der Film "Die Tage wie das Jahr" gezeigt wird - ein Film von Othmar Schmiederer. "Die Tage wie das Jahr" zeigt das Leben und die landwirtschaftliche Arbeit von Gottfried und Elfie auf einem kleinteiligen Gehöft im Waldviertel – Niederösterreich. Die beiden haben sich konsequent für eine „kleine“ Wirtschaftsweise entschieden, betrachten ihre Tiere als Lebewesen und den Boden als eigenen Kosmos.
Nach dem "Recycling durch Zertrümmern und Verbrennen" ist man echt froh, im Hof des vierzigerhofes diese Blütenpracht sehen zu dürfen.
Und dort gehen die Diskussionen weiter...
Man könnte sich stundenlang mit dem eloquenten Kameramann Christian Kermer unterhalten.
Leider hat er nicht so viel Zeit, denn morgen früh geht es mit einem Filmprojekt schon wieder weiter nach London - ein gefragter Mann also! Toi, toi, toi weiterhin.
Und die Ankündigungen des Gemeindeverbandes für Umweltschutz beruhigen sehr, die einem beim Heimfahren wieder optimistisch "grüßen". Traurig und erschreckend, dass diese Aktion nicht weltweit greifen kann.



Am Montag, 29. April 2019, hat man im Kesselhaus Kino Krems noch die Möglichkeit, diesen Film zu sehen. Auch dort wird Christian Kermer wieder anwesend sein und Rede und Antwort stehen!
Gratulation und großen Respekt vor dieser Dokumentation!

Auf seinen nächsten Film "A Jewish Life" - Portrait über Marko Feingold, dem ältesten Holocaust-Überlebenden - darf man schon sehr gespannt sein. Gedreht ist er schon - im Sommer sollte er fertig sein. 

Mehr Infos zu Christian Kermer: http://www.christiankermer.com/
Mehr Infos zu DUM: https://www.dum.at

Fotos: Ulli Paur


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