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Weinraritäten überzeugten

Wie kostbar gemeinsame Stunden sind, verbunden mit Genuss und guten Gesprächen, wird uns gerade in einer schwierigen Zeit bewusst. Umso erfreulicher, dass die Veranstaltungsreihe "Kostbares Kamptal" auch heuer wieder den Spätsommer mit offenen Kellertüren, Weinverkostungen und außergewöhnlichen Koch-Events bereichert. 

Für ihre gemeinsame Verkostung haben sich die Zöbinger Winzer den Zöbinger Rathauskeller als besonderen Ort für eine gemeinsame Verkostung von ebensolchen Weinen ausgesucht. 

In diesen Kellerröhren befindet sich das Österreichische Weinarchiv - seit mehr als 30 Jahren werden dort die Sieger des „Salon Österreich Wein“ eingelagert.
Am 29. August hatten Weinliebhaber für vier Stunden die Gelegenheit, nicht nur den Blick ins Innere dieses „Gedächtnis des österreichischen Weins“ zu werfen. Dabei konnte man neben den aktuellen Lagen- und Reserveweinen von sechs Zöbinger Winzern auch verschiedene Kamptaler Salonraritäten verkosten. 
Im Anschluss gab es beim Nachbarn im Gasthaus Gutmann das Zöbinger Winzer-Kulinarium.

"Oh Wein! Oh Wein! Mir ist so wohl wie nie! Schenkt ein! Schenkt ein! Das nenn' ich Therapie!"
Zu dieser Überzeugung ist der Schriftsteller ETA Hoffmann schon vor mehr als 200 Jahren gekommen.
Daher hat der Weinbauverein Zöbing am Heiligenstein wieder einmal die große Türe zum Rathauskeller Zöbing geöffnet.
Normalerweise wird man sofort mit einem Glas Wein begrüßt - dieses Mal steht zuerst eine andere Art von Alkohol im Vordergrund, der uns aus Sicherheitsgründen seit einem halben Jahr auf Schritt und Tritt begleitet.
Ob diese Buchstaben im Boden mit Wein in Verbindung gebracht werden können, ist nicht überliefert.
Möglicherweise bedeutet es aber "costbares Kamptal" ;-)!
Ein alter Keller wurde mit dem wichtigsten Utensil des heutigen Tages ins besondere Licht gerückt.
Weinbauvereinsobmann Alexander Schweiger lud mit seinen Winzerkollegen zum Verkosten ein.
Es gibt ihn schon sehr lange, den Keller im ehemaligen "Herrenhaus". Aus der Ortschronik weiß man, dass der Herrschaftskeller 1726 durch den Maurermeister Georg Mitterer gegraben wurde und 492 Gulden kostete. Gehört hat er auch einmal Fürst Ernst von Starhemberg, der 1933 seine Besitzungen in Zöbing an die Herrschaft Grafenegg verkaufte. Im Zuge der Gemeindezusammenlegung gingen diese Gebäude 1970 an die Stadtgemeinde Langenlois über. Und seit ungefähr drei Jahrzehnten lagern dort die Kostproben der österreichischen Salon-Weine, die die Österreich Wein Marketing GmbH alljährlich im Rahmen der "Staatsmeisterschaft des heimischen Weins" kürt.
Einige Kostproben werden dann hin und wieder für eine Raritätenverkostung zur Verfügung gestellt. Heuer waren es 25 Flaschen, die Geschichte beinhalteten. Der älteste Jahrgang stammte dabei aus dem Jahre 1989.
Als Vergleich präsentierten die Winzer Peter Schweiger, Paul Retzl, Alexander Schweiger, Martin Schierer, Stefan Frei und Stefan Brandl ihre gekelterten Produkte aus dem Jahren 2017, 2018 und 2019.
Vom Grünen Veltliner, Riesling, Weißburgunder, Sauvignon Blanc, Chardonnay, Zweigelt, Gelber Muskateller und Merlot war das angebotene Sortiment ein umfangreiches.
Kellerröhren und Kirchen haben einiges gemeinsam: Die Kühle, die Stille, die Gewölbe...
... Kerzen ...
... und den Wein, über den jeder der anwesenden Winzer zu Recht sein Loblied singt.
Und man spürt ihn auch, den hier gelagerten "Geist" in der Flasche.
Wer genau hinschaute, sah vielleicht ganz hinten auch noch einen Kellergeist, der hier wohnt ;-)
Jeder Jahrgang hat seine eigene Charakteristik und die beschreiben die Winzer gerne ihren Gästen.
Herrliche Aromen wurden da von den Weinliebhabern am Wochenende herausgefunden.
Ursin Haus-Geschäftsführer Wolfgang Schwarz weiß, was er am liebsten mag :-)
Auch Vizebürgermeister Leopold Groiß, beruflich als Kellereiinspektor eng mit dem Wein verbunden, entdeckt mit jedem Schluck etwas Besonderes.
Aus dem Jahre 1994 stammt diese Flasche.
Man schenkt sich die vinophile Vielfalt gerne ein.
Was sich wohl hinter dieser Glaswand verbirgt?
Wolfgang Schwarz, Vizebgm. Leopold Groiß, Obmann Alexander Schweiger und StR. Stefan Nastl bestätigen nach dieser interessanten Verkostung einmal mehr: "Wein ist das besondere Aushängeschild der Stadtgemeinde Langenlois!"
Und so schließen sich um 18 Uhr wieder diese Türen zu den Schätzen, die im Rathauskeller Zöbing wohlgehütet werden.
Der Weinbau wurde schon vor vielen Jahrzehnten gefördert und beworben. So mancher kann sich da noch an die alte Aufschrift des heutigen Feuerwehrhauses erinnern: "Beim Heiligenstaner - beim Zöbinger Wein - du, das is' aner - da kehr'n wir heut'ein!"
Man darf gespannt sein, wann es wieder eine Raritätenverkostung im bekannten Weinort geben wird.




Das "Kostbare Kamptal" kann man noch bis 13. September 2020 genießen - mehr Infos zu den Veranstaltungen findet man unter https://www.kamptal.at/kostbares_kamptal_2020/

Fotos: Ulli Paur


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