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Therapiegarten im Schloss Schiltern eröffnet

Ursprünglich ein Herrschaftssitz mit agrarischer Nutzung des Umlands, wird Schloss Schiltern heute vom Psychosozialen Zentrum Schiltern genutzt. Menschen mit verschiedenen psychischen Beeinträchtigungen erhalten hier bei der Re-Integration in den Arbeitsmarkt große Unterstützung. Der Park und die Gartenanlagen werden vor allem vom Arbeitstrainingszentrum, speziell dem Bereich Landwirtschaft, in die Arbeit mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einbezogen.
Im östlichen Bereich des Schlossparks wurde daher der neugestaltete Therapiegarten am Donnerstag, dem 17. September 2020, eröffnet. Dieser Erholungsraum ist  jetzt Teil der Programme des Psychosozialen Zentrums. 
„Dieser Therapiegarten wird darüber hinaus für Touristen des Schlosses, der Arche Noah und der Modelleisenbahnwelt zu einem zusätzlichen Besuchsmotiv und damit zu einer idealen Ergänzung des touristischen Angebots in der Region“, erläutert Wirtschafts- und Tourismuslandesrat Mag. Jochen Danninger.

Das Schloss in der Oberen Straße ist im Weinort Schiltern ein besonderes Wahrzeichen.
In diesem historischen barocken Gebäude, das vom Psychosozialen Zentrum Schiltern betreut wird, sind verschiedene Institutionen untergebracht. Vorrangig werden hier aber psychisch kranke Menschen auf die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt vorbereitet. Und denen wird heute ein besonderer Projektteil mit dem neuen Therapiegarten gewidmet.
Gärten gibt es ja in Niederösterreich und in Schiltern einige - heute kommt ein neues Naturjuwel dazu.
Die Trainingsmaßnahmen im PSZ Schiltern umfassen die Bereiche Sozialarbeit, klinische Gesundheitspsychologie und Arbeitsanleitung. Das umfassende Angebot wurde nun um einen Therapiegarten im östlichen Bereich des Gartenareals ausgeweitet, der sich in die drei Bereiche Motorik/Sensorik, Entspannung und Nutzung gliedert.
Am Eröffnungstag drehte sich alles um dieses neue "grüne Wohnzimmer".
Ein wichtiges Anliegen ist es, allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer im PSZ einen neuen Weg zu ebnen und sie bestmöglich auf ihren beruflichen Wiedereinstieg vorzubereiten.
Hier waren quasi "Brückenbauer" am Werk. Die LEADER-Region Kamptal hat gemäß ihrer lokalen Entwicklungsstrategie das Projekt ausgewählt. Das Land Niederösterreich hat die Unterstützung aus Mitteln des EU – Programms LE / LEADER und der ecoplus Regionalförderung auf Initiative von Landesrat Jochen Danninger beschlossen.
Die Belegschaft des PSZ Schiltern ist darüber sehr glücklich.
Der Therapiegarten ist so vielfältig, wie die Menschen: Pfefferminze, Echter Eibisch, Oregano, Königskerze, Ysop, Sonnenhut, Seifenkraut, Salbei, Gundelrebe, Sand- und Zitronenthymian, Scharfgarbe, Frauenmantel, Alant, Lavendel, Mutterkraut, Eisenkraut, Herzgespann, Johanneskraut, Baldrian Rosmarin zieren das Krauter-Schild in der GartenWerkstatt.
Gerade, weil heute wieder verschärfte COVID-Maßnahmen angekündigt wurden, ist ein Gartenbereich eine sehr gute Alternative für die Therapie.
Natürlich darf Musik bei einer Eröffnung nicht fehlen, zumal sie ja auch eine therapeutische Wirkung hat. Die Gruppe Fagus erfreute mit ihrem schwungvollen Programm, das unter anderem die Freude des Gartens und die Schönheit der Pflanzen besang. Die Gruppe besteht aus Dr. Monika Maurer am Keyboard, an der Querflöte Mag. Marie-Therese Bosse (Psychosoziale Trainingsleiterin im PSZ) und Heinz Luger an der Gitarre. Er weiß, dass Musik Farben, Freude und Freundschaften ins Leben bringt.
Der erste Applaus war dem Trio von Landesrat Mag. Jochen Danninger, Bürgermeister Mag. Harald Leopold und PSZ-Chef Mag. Peter Binder sowie der übrigen Gäste sicher.
Nachdem dieser wunderbare Therapiegarten auch einen großen touristischen Wert hat, sind Wolfgang Schwarz (Ursin Haus-Geschäftsführer) und Mag. Andreas Schwarzinger (GF Waldviertel Tourismus) gerne gekommen.
Mag. Peter Binder begrüßte auch Danja Mlinaritsch, Geschäftsführerin der Leader-Region Kamptal.
Viele bemerkenswerte Garteninseln machen auf sich aufmerksam, wie zum Beispiel die Gartenarena, die sich unter anderem für Outdoor-Seminare eignet.
Landesrat Mag. Jochen Danninger begrüßt den Nachbarn des PSZ, Dipl.Ing. Bernd Kajtna, Geschäftsführer des Vereines Arche Noah.
Ein Gartenjuwel wurde gehoben, über das gleich gesprochen wird.
"Mit dem Therapiegarten erhalten wir ein neues Tool, das unser Angebot bereichert“, unterstreicht Mag. Peter Binder, Geschäftsführer des Psychosozialen Zentrums Schiltern. Er ist sehr froh über den heutigen Tag. Damit schließt sich nämlich ein Kreis, der etwas holprig begonnen hat. Es musste auch die für Mai vorgesehene Eröffnung wegen Covid verschoben werden. Umso mehr freut er sich über die heutige Veranstaltung im Freien. Er streicht die Bedeutung der Einrichtung des PSZ Schiltern hervor, nachdem die psychischen Erkrankungen am Steigen sind. Der primäre Zweck ist es, das psychische, soziale und körperliche Wohlbefinden der derzeit 40 betreuten Teilnehmer zu fördern. Der Therapiegarten stellt daher eine wertvolle Ergänzung zum Basisangebot dar - er dient sowohl als Trainings- und auch als Erholungsraum. Der Hausherr bedankt sich abschließend bei allen, die hier zum Gelingen des neuen Gartens beigetragen haben.
Dass der Garten sich heute so präsentiert, dafür ist unter anderem Dipl.Ing. Franz Großauer als Planer verantwortlich, der für eine umsichtige und angepasste Konzeption sorgte. Die Wünsche und Bedürfnisse des PSZ Schiltern hat er in eine wunderbare Form gegossen. Er stellt das spannendes Projekt vor, das in einem Workshop gemeinsam erarbeitet wurde. Man musste hier nicht ganz bei Null beginnen, da Teilbereiche bereits 2006 von der Caritas, die damals eingemietet war, errichtet wurden.
Neu ist jetzt die Dreiteilung des Gartens. Er erklärt, welcher Bereich wofür genutzt werden kann: Im GartenAktiv-Teil können Motorik und Sensorik geschult werden. Im GartenZimmer steht die Entspannung im Vordergrund. In der GartenWerkstatt wird dann der Nutzgarten mit Hoch- und Vertikalbeeten sowie Naschhecken betreut.
Er hofft, dass viele Menschen, Pflanzen und Tiere hier einen schönen Lebensraum finden können.
Als Aufsichtsratsvorsitzender des PSZ Schiltern ist es Bürgermeister Mag. Harald LEOPOLD ein großes Anliegen, hier die Weiterentwicklung dieses Therapiestandortes voranzutreiben, obwohl die finanzielle Situation nicht gerade eine rosige ist. Umso mehr freut es ihn, dass dieser langgehegte Wunsch für die Revitalisierung des Therapiegartens dank der Unterstützung des Landes NÖ und von Leader-Kamptal erfüllt werden konnte. Er wäre auch ein Teil des Gartensommers Langenlois gewesen, der auf 2021 verschoben werden musste. Auch der Stadtchef streicht die Bedeutung dieses Areals hervor, das nicht nur den Klienten des PSZ zur Verfügung stehen, sondern auch allen anderen Besuchern, die sich hier wohlfühlen können. Die angrenzende Modell-Eisenbahnwelt und die Arche Noah sind ja Anziehungspunkte für viele Gäste, die aber auch die im PSZ hergestellten Produkte im PSZ-Shop erwerben können.
Dass dieses Therapiegarten-Projekt auf Leader-Ebene gefördert werden konnte, ist dem Engagement von Vizebürgermeister Ing. Leopold Groiß zu verdanken.
Für dieses Engagement gibt es von Landesrat Mag. Danninger Applaus.
Dr. Harald Schwaiger von der ecoplus Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH wird ebenfalls für die großartige Unterstützung gedankt.
Bevor der Rundgang startet...
... wird der Therapiegarten von Landesrat Mag. Jochen Danninger eröffnet. Moderatorin Mag. Margot Beer-Schmied übergibt das desinfizierte Mikrofon, da auch im Garten strikt die Regeln eingehalten werden.
Ein herzliches Grüß-Gott kommt abschließend von Wirtschafts- und Tourismuslandesrat Mag. Jochen Danninger, der die schwierige Pandemiezeit anspricht, in der jeder Mensch, jedes Unternehmen, alle öffentlichen und privaten Einrichtungen massiv von den Veränderungen betroffen sind. Umso mehr freut es ihn, dass dieses freudige Ereignis heute über die Bühne gehen kann. Hier in Schiltern wurde ein ideales Umfeld geschaffen, das all jenen zugute kommt, die eine berufliche Rehabilitation absolvieren müssen. Dieser naturnahe Erholungsraum, der den Standort massiv aufwertet, darf auch von Gästen und Einheimischen genutzt werden. Das Land NÖ hat dieses Projekt gerne im Zuge der ecoplus-Regionalförderung unterstützt. Das wichtigste Anliegen der Regionalförderung ist, dass die Wertschöpfung im Land bleibt und dass idealerweise Arbeitsplätze geschaffen und erhalten werden. Dieses Schilterner Projekt trägt zur regionalwirtschaftlichen Entwicklung bei. In den vergangenen fünf Jahren konnten in den Regionen unseres Landes 680 derartiger Projekte realisiert werden. 270.000 Millionen Euro wurden investiert, 140.000 Millionen an Förderungen ausbezahlt, Gelder die direkt in den Regionen ankommen und den Menschen vor Ort zugute kommen.
Dieser Strauch in der GartenWerkstatt passt perfekt zum Thema "Therapiegarten".
In diesem Sinn erklärt Landesrat Mag. Jochen Danninger den Therapiegarten im PSZ Schiltern offiziell als eröffnet.
Beim gemeinsamen Rundgang wurden die einzelnen Stationen besucht.
Sehen, spüren...
... genießen...
... und erholen ist die Devise in diesem grünen Paradies.
Und so kann der Therapiegarten wirken...
Das Leben ist immer ein Balanceakt...
… und die kann man in Schiltern trainieren.
Alles im Leben ist auch Rhythmus, der auch von der Musik getragen wird. Jetzt tragen die Musiker als Dank ihr Geschenk (Produkte aus dem PSZ) nach Hause.
In diesem Garten soll jetzt mehr wachsen, als man gepflanzt hat.
Gemeinsame Treffen sind auch bei der Feuerstelle möglich.
Alles dreht sich, alles bewegt sich...
Gute Beschreibungen gibt es bei den jeweiligen Stationen.
Wenn sich ein Bürgermeister für Projekte ins Zeug legt, darf er auch einmal in der Hängematte ausspannen.
Es gibt aber auch die Möglichkeit, in besonderen Möbeln zu entspannen. Diese Wohlfühlmodule der Zeiselberger Firma Schrammel werden im Psychosozialen Zentrum endgefertigt und sind ebenfalls ein Teil der Therapiearbeit.
Wenn eines ins andere greift, kann ein gutes Werk entstehen.
Nach getaner Arbeit ist's gut ruhen :-)
Seit Jahren gibt es eine sehr gute Kooperation zwischen Leader-Kamptal und der Stadtgemeinde Langenlois.
"Nur wer den Garten sorglich pflegt ...
... weiß auch, dass er ihm Früchte trägt." Möge das in Schiltern der Fall sein.
Dieser Baum im neuen Therapiegarten symbolisiert vielleicht die Idee des Psychosozialen Zentrums Schiltern: Halt geben für jene, die gerade nicht so viel Kraft haben, wie sie benötigen.


Mehr Infos unter www.schloss-schiltern.at.

Fotos: Ulli Paur


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