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Rettungsauto als Geburtstagsgeschenk

Jeder gut florierende Betrieb in Langenlois ist ein wichtiges Segment der heimischen Wirtschaft, der auch zum Aufschwung einer Kommune beiträgt. Davon profitieren alle: Die Firmen mit ihren Angestellten, die Gemeinde mit Kommunaleinnahmen und die Bürger, die vor Ort einkaufen können.
Die Stadtgemeinde Langenlois ist daher stolz auf ihre ortsansässigen Dienstleister, berichtet gerne über Neueröffnungen, allerdings nie über Firmenfeiern.
Im Zuge der 100 Jahr-Feier des Autohauses Fragner muss man jedoch eine Ausnahme machen.
Partner, Kunden, Damen und Herren aus dem öffentlichen Leben und die Presse wurde am Freitag, dem 19. Juli 2019, im Zuge dieses Jubiläums zur angeblich "kleinen" Firmen-Geburtstagsfeier eingeladen.
Gekommen sind neben den aktiven und ehemaligen Mitarbeitern auch viele Gäste, die nichts ahnend, in der Subaru-Halle in der Gobelsburger Hauptstraße in Langenlois einen gemütlichen Abend verbringen wollten.
Dieser gestaltete sich dann aber ziemlich emotionsvoll, wie nachstehende Bildgeschichte aufzeigt.
Normalerweise beschenken die Gäste den Jubilar - im Autohaus Fragner ticken die Uhren anders und dabei blieb vor Freude und Gänsehaut kein Auge trocken.

Patriotisch in den Landesfarben blau-gelb präsentiert sich das Autohaus Fragner in der Wiener Straße am Stadtbeginn von Langenlois. Dieser Standort wurde von Ing. Hubert und Herta Fragner (Tante von Walter Grohmann) 1963 eröffnet.
Geschäftsführer Walter Grohmann lud zum 100-jährigen Firmenjubiläum ein, zu dem viele Gäste kamen und auch einzigartige, selbst gestaltete, besonders kreative Geburtstagsgeschenke mitbrachten.
Die ältere Generation kann sich noch an den Betrieb in Langenlois, Anton Bruckner Straße erinnern. Dort wurde von 1925 bis 1963 gearbeitet.
Heute wird nicht nur persönlich, sondern auch musikalisch gratuliert. Die Kamptal-Krainer spielen auf.
Fragner einst (der Großvater hat den Betrieb mit viel Fleiß in der Walterstraße gegründet)...
... und heute.
Die Gratulanten stehen Schlange...
Patriotisch-florale Geburtstagsgrüße ziehen sich durch den Abend.
Gern gekommen ist auch Langenloisfreund und Ehrenbürger Ing. Hans Penz, ehemaliger Landtagspräsident, der von Firmenchef Walter Grohmann herzlich willkommen geheißen wurde.
In einem Rückblick, der auch noch in einer Festschrift festgehalten wird, ist dokumentiert, dass die jetzige Firma Fragner vom damaligen Josef Swoboda (Großvater von Walter Grohmann) am 19. Juli 1919 gegründet wurde.
Dass gute Mitarbeiter das wichtigste Kapital sind, wissen die Firmenchefs im Autohaus Fragner seit zehn Jahrzehnten.
Geschäftsführer Walter Grohmann weist besonders darauf hin: "Dass diese Firma heute noch Bestand hat...
... ist all den fleißigen und geduldigen Mitarbeitern geschuldet, die sich als große Familie bezeichnen.
Zutreffendes Zitat von Komponisten Richard Wagner: "Verachtet mir die Meister nicht und ehrt mir ihre Kunst!".
Walter Grohmann holt seinen ältesten Mitarbeiter KFZ-Meister Johann Wallner (89 Jahre und bereits 30 Jahre in Pension), Rudi Traunfellner (seit 1. Juli 2019 in Pension) und den neuen Werkstättenleiter und Geschäftsführer Franz Feyrter auf die Bühne, um ihnen zu gratulieren. Denn ohne diese Führungskräfte wäre dieses Fest heute nicht möglich. Sie haben ihre Mitarbeiter seit Jahrzehnten bestens geschult und begleitet.
Da kommen auch Emotionen bei einem Schlossermeister hoch. Ehrenbürgermeister Kom.Rat Kurt Renner kann ebenfalls auf eine jahrzehntelange Firmentradition zurückblicken.
In dieser Firma wurden einem nie "Steine in den Weg" gelegt. Die Führungskräfte bleiben daher dem Wahlspruch der Firma immer treu: "Mit ehrlicher Qualitätsarbeit viele zufriedene Kunden gewinnen und sich dafür täglich abends im Spiegel selbst zufrieden anschauen können." In Traunfellners Berufszeit wurden neben vielen Lehrlingen auch sechs KFZ-Meister ausbildet. Auf dieses Firmenprofil darf man zu Recht stolz sein.
Heute bekommt der Jungpensionist Rudi Traunfellner als passionierter Sammler von Mineralien als Dank für seine Firmentreue ein wahres Prachtexemplar (versteinertes Holz) geschenkt. Die polierte Seite soll die schöne, glatte Pensionszeit aufzeigen :-)
Seit Bestehen der Firma Fragner (vormals Swoboda) gab und gibt es immer ein besonderes Naheverhältnis zu allen Blaulichtorganisationen. Die Mitarbeiter und Inhaber der Firma wussten und wissen um den hohen Wert dieser Organisationen für uns Menschen und die selbstlose Einsatzbereitschaft der Mitglieder. Daher wird als nächstes Landesrettungsrat Hans Ebner, Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Langenlois, auf die Bühne gebeten.
Walter Grohmann drückt auch in seiner Dankesrede seine besondere Wertschätzung für die Blaulichtorganisationen aus, die er an diesem Abend durch eine "kleine Gabe" an die Bezirksstelle des Roten Kreuzes in Langenlois bekräftigen will. Völlig nichtsahnend erhält Ebner eine Danke-Schild von den Mitarbeitern der Firma Fragner und der Familie Grohmann und dachte sich, dass es sich um eine Geldspende handelt.
Doch Bürgermeister Mag. Harald LEOPOLD sieht im Augenwinkel schon etwas anderes anrollen :-)
Der absolute "Star" des heutigen Abends ist wohl dieses Fahrzeug der Marke Subaru Forester 2,0 D, verkleidet als Krankentransportwagen.
Dem Bezirksstellenleiter wird kurz schwarz vor Augen, denn er ahnt Unvorstellbares. "Lieber Hans! Die Mitglieder des Roten Kreuzes Langenlois sind heute meine besonderen Gäste. Denn ohne Blaulichtorganisationen würde es um die Gesellschaft ganz schlecht bestellt sein. Die Familie und die Mitarbeiter, aber auch die Kunden und einer der Lieferanten haben durch großes Entgegenkommen ihr Scherflein für ein besonderes Geschenk an das Rote Kreuz beigetragen."
Mit dieser symbolischen Kennzeichentafel darf Bezirksstellenleiter Hans Ebner, der mit seiner gesamten Crew von Walter Grohmann aufgrund der vorbildlich, täglich zu leistender Arbeit auf ein Podest gestellt wird ....
... einen nagelneuen Krankentransportwagen übernehmen. Einen sprachlosen Hans Ebner gibt es so gut wie nie - heute schon. Er versichert völlig überwältigt und dankbar, dass das Auto in der Region zum Wohle der Menschen, die es brauchen und im Sinne der Firma Fragner bestmöglichst eingesetzt wird.
Es wird auch Mag. Matthias Hinterreiter, dem Marketing-Chef von Subaru-Österreich, herzlichst bedankt, denn ohne deren großzügige Unterstützung wäre dieses Geschenk nicht möglich gewesen.
Einzigartige Momente muss Ulli Grohmann für die Ewigkeit festhalten und wer weiß, vielleicht braucht Sohn Pauli Grohmann in zehn oder zwanzig Jahren die Fotos für das nächste Firmenjubiläum :-)
Nachdem besonders das Rote Kreuz in der Einladung angeführt war, hat Hans Ebner schon von der Großzügigkeit von Walter Grohmann geahnt, dass diese ein derartiges Ausmaß übersteigt, konnte keiner wissen und das war gut so, umso mehr ist die einzigartige Überraschung gelungen. Als Draufgabe für dieses "ganze Auto" gab es dann noch eine Chefzusage für Service und Reparatur für die nächsten fünf Jahre!!!
Der Bezirksstellenleiter, der immer sprachloser wird, ist auch nicht mit leeren Händen zur Geburtstagsfeier gekommen und bedankt sich umso herzlicher für die jahrzehntelange Unterstützung mit der Büste vom Rot-Kreuz-Gründer Henry Dunant. "Das Rote Kreuz, Landesverband Niederösterreich, spricht Herrn Walter Grohmann anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Firma Fragner KFZ-Gesellschaft m.b.H. in Würdigung seiner Verdienste und die Unterstützung der Bezirksstelle Langenlois Dank und Anerkennung aus!"
Walter Grohmann nimmt diese Auszeichnung für all seine Mitarbeiter entgegen und wird gleichzeitig auch noch von Franz Weinberger (Firma MAN) geehrt. Die Firma Fragner als eine der wenigen LKW-Werkstätten arbeitet vorbildhaft, denn ein Unternehmen, dass 100 Jahre Bestand hat, muss schon vieles richtig gemacht haben.
Da kann man nur sagen: "Gut gebrüllt, Löwe!".
Viel Applaus für viel Hochherzigkeit!
Einen solchen Firmenchef kann man sich nur wünschen, so der Tenor der Belegschaft. Halten wir in einfach fest :-)
Emotionen sind wissenschaftlich nicht messbar - Hochherzigkeit seit heute schon: 147 PS!
Vom perfekten "Fahrzeugdeal" werden noch viele Medien berichten.
Hilfsbereitschaft und Engagement für den Nächsten. "Es ist so schön, für den anderen zu leben". Hans Ebner bestätigt Grillparzers Worte.
Man bringt die Rot-Kreuzler von ihrem neuen Auto kaum mehr weg :-)
Gibt es ja auch nicht alle Tage, dass man ein Auto geschenkt bekommt.
Dass durch dieses hochherzige Geschenk auch die Gemeindekassen etwas geschont bleiben, darüber freut sich unter anderem Bürgermeister Mag. Harald LEOPOLD.
Dem stimmt auch der Hadersdorfer Vizebürgermeister Heinrich Becker zu, der auch einmal Bezirksstellenleiter-Stellvertreter in Langenlois war.
Man könnte fast glauben, dass hier zwei Wirtschaftsbosse aus Langenlois bereits den nächsten gemeinnützigen Deal überlegen :-)
Organisationen, die nur mit dem Engagement von Freiwilligen Gutes für das Gemeinwohl leisten können, muss man immer unterstützen. Die Firma Fragner hat das heute mit einer einmalige, bemerkenswerten Geste bewiesen. Jeder ist dazu aufgerufen, Zeit und Geld dafür zur Verfügung zu stellen.
„Wir haben die passenden Jacken!“ sagten sich die Rot-Kreuz-Helfer der Bezirksstelle Langenlois. „Jetzt brauchen wir nur noch die neuen Kameraden!“ Und dann hatten sie eine zündende Idee, um genau das deutlich zu machen: „Wir müssten ein paar lebensgroße Pappkameraden in Rot-Kreuz-Uniformen haben, die genau das deutlich machen!“
Gesagt, getan: Ein Foto war schnell gemacht und eine Vorlage für den Pappkameraden herstellt. Nach einer kurzen Information zeigten auch andere Bezirksstellen Interesse an dieser Figur und bestellten mit. Insgesamt neun Stück wurden so für Langenlois sowie für Allentsteig, Gmünd, Krems, Waidhofen/Thaya und Zwettl produziert - live und in Farbe, auf kaschierter Schaumstoffplatte mit Klebefolie als Bildträger. Der Clou: Der Pappkamerad hat kein Gesicht, zieht deshalb die Blicke ganz besonders auf sich und zeigt so, dass jemand aus Fleisch und Blut Gesicht zeigen muss für das Rote Kreuz und seine wichtigen Aufgaben - und deshalb, ganz im Sinn der aktuellen Rot-Kreuz-Werbung, zur „passenden Jacke“ greifen sollte.
Der Langenloiser Bezirksstellenleiter Hans Ebner: „Wir sind inzwischen dabei, einen ‚Pappkameraden 2.0‘ zu entwickelt, der nicht nur werblich eingesetzt werden kann, sondern auch als Wegweiser zu Veranstaltungen, etwa in der Bezirksstelle. Bei Interesse einfach anrufen (059 144 60 000) oder mailen (langenlois@n.roteskreuz.at). Die nächste Sammelbestellung kommt bestimmt!“ (Foto Rotes Kreuz Langenlois).

Herzlichen Glückwunsch zum 100-jährigen Bestehen der Firma Fragner und zum Wohl auf alle, die Gutes tun!



Fotos: Ulli Paur


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