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Priesterjubiläum und Erntedank

"Freude ist die einfachste Form der Dankbarkeit". Der Inhalt dieses Leitspruches von Karl Barth (Schweizer evangelisch-reformierter Theologe) war am Sonntag, dem 13. Oktober 2019, in Langenlois spürbar.
Am Tag der Freude und Dankbarkeit wurde in der Stadtpfarrkirche zum Hl. Laurentius nicht nur Erntedank, sondern auch das 25-jährige Priesterjubiläum von Stadtpfarrer Mag. Jacek Zelek gefeiert.
Die Stadtgemeinde Langenlois wünscht "ihrem Nachbarn" mit dieser Geschichte alles Beste! 

"Kunterbunt ist Gottes Garten, kunterbunt so sind auch wir. Kunterbunt in allen Farben, kunterbunt ist Gott in mir." So sangen die Kinder in dieser Messe.
"Ende gut – alles gut" oder umgemünzt auf die Weinwirtschaft "Ernte gut – alles gut". Nach einem weiteren Bilderbuchherbst mit einer erfolgreichen Weinernte hoffen die Winzer auf einen hervorragenden Weinjahrgang. Die Vertreter des Weinbauvereines Langenlois stellen daher die Erntekrone in den Mittelpunkt der heutigen Dankesfeier, übrigens gestaltet von der Kath. Frauenbewegung.
Zu Beginn des Gottesdienstes segnet Stadtpfarrer Mag. Jacek Zelek diese aufwendig gestaltete Erntekrone als Symbol des Dankes mit den Worten der "Enzyklika Laudato si" von Papst Franziskus: "Die Erde trägt und erträgt uns (noch) als gemeinsames Haus. Und die Menschheit besitzt noch die Fähigkeit zusammenzuarbeiten, um unser gemeinsames Haus aufzubauen bzw. zu erhalten. Ich möchte allen, die in den verschiedenen Bereichen des Handels daran arbeiten, den Schutz des Hauses, das wir miteinander teilen, zu gewährleisten und meine Anerkennung, meine Ermutigung und meinen Dank aussprechen. Besonderen Dank verdienen die, welche mit Nachdruck versuchen, die dramatischen Folgen der Umweltzerstörung und ein besseres Leben der Ärmsten der Welt zu lösen. Die jungen Menschen verlangen von uns eine Veränderung. Sie fragen sich, wie es möglich ist, den Aufbau einer besseren Zukunft anzustreben, ohne an die Umweltkrise oder an die Leiden der Ausgeschlossenen zu denken. Ich lade dringlich zu einem neuen Dialog ein, über die Art und Weise nachzudenken, wie wir die Zukunft unseres Planeten gestalten. Wir brauchen ein Gespräch, das uns alle zusammenführt, denn die Herausforderung diese unbefriedigenden Situation ist eine große..."

Pastoralassistent Hannes Leitner begrüßt die vielen Gläubigen bei der heutigen Doppelfeier und wartet mit einem Überraschungsgeschenk für den Jubilar gleich zu Beginn des Gottesdienstes auf.
Grün ist die Hoffnung und das passt gut zur vorhin erwähnten "Die Enzyklika Laudato si". Aus diesem farblichen Stoff wurde ein neues liturgisches Gewand genäht und mit herbstlichen Farben gestaltet. Auf der Vorderseite sind die fünf Kirchen abgebildet, die zur Pfarre gehören.
Eigentlich hätte es nur eine Stola in herbstlichen Farben werden sollen. Doch Herta Höller ließ es sich nicht nehmen, und schneiderte ein gesamtes Messgewand. Das Grün symbolisiert die Farbe des Langenloiser Weines, rückwärts scheinen nicht nur die Farben des Herbstes, der Schöpfung und der Sonne auf, es wurde auch das Baumsterben "hineingenäht".
Applaus für die Schneiderin.
Diesen "neuen Anzug" musste der Stadtpfarrer natürlich gleich zu Beginn der Messe anziehen.
Dankbarkeit steht heute im Mittelpunkt der Messe. Der Stadtpfarrer weiß diese Arbeit zu schätzen und bedankte sich aufrichtig bei Herta Höller.
Daniela Nastl und Dragi Meissl hinterfragen Dankbarkeit und Erntedank in einem kurzen Dialog, denn eine gute Ernte ist keine Selbstverständlichkeit. Außerdem sollten wir an jene denken, denen es nicht so gut geht wie uns.
Die Heilige Messe wird jetzt mit viel Musik und guten Gedanken fortgesetzt.
Johanna Zillner (Geige) und Daniela Nastl (Gitarre) untermalen genauso wie der Chor "Jubilate Deo" die Feierstunde des Dankes.
Nach der kurzen Predigt mit profanen Gedanken über die "Mikrokosmoswelt", beschrieben von Wisława Szymborska, jener einstigen Literaturpreisträgerin aus Polen, überbringen die Kinder ...
… färbige Tücher zum Alter, die Wasser, Erde, Mond, Sonne, Feuer, Leben, Himmel widerspiegeln.
Es folgt die Eucharistiefeier - wieder eine Danksagung!
Die Gläubigen werden zum Tisch des Herren eingeladen.
Am Ende der Messe gratuliert Bürgermeister Mag. Harald LEOPOLD dem Stadtpfarrer, der in der Mitte seines Berufslebens angekommen ist und sicherlich ein schwieriges Amt inne hat. Ein Priester, der verschiedene Lebensbereiche begleitet, muss man auch "verschiedene Sprachen" sprechen, zu Jungen und zu Alten, zu Kranken und Gesunden, dabei die richtige Worte in jeder Lebenslage finden, er muss Psychologe sein, er sollte die Seele der Menschen berühren und vieles mehr.
Für diese Arbeit und sein Wirken seit 16 Jahren in der Pfarrgemeinde Langenlois und 25 Jahre insgesamt, bedankt sich der Stadtchef sehr herzlich beim Jubilar.
Eva Schebesta war auch am liturgischen Kunstwerk als Malerin beteiligt - von ihre stammen die Kirchen auf der Stola. Dafür gibt es einen Blumengruß.
Zu einem schönen Kirchenfest gehört ein schöner Kirchenschmuck ...
... und für den zeichnen alle Jahre die Schülerinnen und Schüler der Gartenbauschule Langenlois verantwortlich, denen nicht nur die Stadtpfarre dankt, sondern auch deren Direktor Ing. Franz Fuger.
Dieses Schulprojekt, das möglichst naturnah von zehn Schülerinnen vor und in der Kirche umgesetzt wurde, bekam ebenfalls viel Applaus. 120 Stunden wurden dafür investiert.
Brot und Wein wurden heute schon gereicht. Am Ende des Gottesdienstes überreichten daher die Ministranten ihrem Herrn Pfarrer die "Nachspeise" in Form einer Jubiläumstorte.
Ein Abschlussfoto erinnert an diesen denkwürdigen Tag des Dankes!
Hannes Leitner, Eva Schebesta, Mag. Jacek Zelek, Herta Höller und Bürgermeister Mag. Harald Leopold freuen sich über die gelungene Messfeier.
Und vor der Kirche spielt schon die Stadtkapelle Langenlois zünftig für den Jubilar auf, der heute sein Silbernes Priesterjubiläum feiert.
Die Gratulanten stehen dann Schlange - da wünscht zum Beispiel die frischgebackene Pastoralassistentin Bettina Schlegel alles Gute.
"Zum Wohl und auf weitere 25 Jahre". Auch der Weinbauvereinsvorstand gratuliert herzlich.
Timeon holt sich inzwischen seinen süßen Anteil beim Dritte-Welt-Stand, so lange anstehen mag er nicht ...
Jeder will dem Langenloiser Geistlichen gratulieren.
Der Pfarrer als Fan der Stadtkapelle, die ihm musikalisch gratuliert.
Für Groß und Klein hat der Gottesmann immer ein offenes Ohr.
Die Vertreter der Stadtgemeinde gratulieren der Pfarrgemeinde zu ihrem Stadtpfarrer, der seit 25 Jahren im Auftrag Gottes tätig ist und wünschen ihm noch viele schöne Jahre in Langenlois.
Carl Friedrich Freiherr von Weizsäcker, deutscher Physiker, Wissenschaftsphilosoph und Friedensforscher, ist uns auch nach seinem Tod 2007 als große Persönlichkeit in Erinnerung geblieben. Von ihm stammt das Zitat: "Die Kirche hat nicht den Auftrag, die Welt zu verändern. Wenn sie aber ihren Auftrag erfüllt, verändert sich die Welt."



Fotos: Ulli Paur


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