Menü



Inhalt:

Philipp Hochmair begeisterte als Werther

Hochkultur in der Gartenarena

"Wie froh bin ich, dass ich weg bin..."
Werthers erste Worte beim literarischen Bühnen-Highlight in Schiltern am 6. September 2019.
Dort erlebte man eine der schönsten Geschichts- und Literaturstunden seit langem. 800 Gäste im Publikum haben dabei eine Bekanntschaft gemacht, die die Herzen näher angeht, wenngleich mit fatalem Ausgang, denn es ging um eine unerfüllte Liebe, die tragisch endete. 
Der begnadete Schauspieler und Ausnahmekünstler Philipp Hochmair als Goethes Werther (auch kurz als Gärtner) in den Kittenberger Erlebnisgärten war für viele ein besonderes Erlebnis, die er zum Lachen und zum Weinen brachte. Vielleicht hätte auch Goethe an dieser modernen Inszenierung seine Freude gehabt.
Wie froh waren die Gäste aus nah und noch viele mehr aus fern, dass sie nicht weg, sondern in der Gartenarena Schiltern waren. Dort genossen sie einen einzigartigen Kulturabend, den die Agentur CAYENNE Wien mit ihren Partnern veranstaltete.

Die Gartenarena wird heute zum "kleinen Burgtheater".
Da steht es grün auf weiß: Der Garten wird zum Erlebnis, und das ist nicht nur so daher geschrieben.
Gespannt warten die Hochmair-Fans auf seinen Auftritt.
Auch ein Kürbis wird eine tragende Rolle in diesem Stück spielen.
Ein Lorbeerkranz gehört zum Hochmair-Equipment, bei Kittenberger gibt es aber auch solche.
Ob das am Ende gar schon Lotte ist, um die sich alles dreht im Stück?
Manche bereiten sich auf Goethe besonders speziell vor :-)
Der ORF gehört schon fast zur Kittenberger-Crew, denn sehr oft darf er aus der Gartenarena beste Veranstaltungen übertragen.
Kulturstadträtin Brigitte Reiter und Hausherr Reinhard Kittenberger freuen sich, dass es so viele literaturaffine Interessierte heute gibt.
Es wird gemütlich eng, aber jeder bekommt sein Platzerl...
... so auch Schriftstellerin Katharina Grabner-Hayden, die sich als Sozialwissenschaftlerin auch mit den Bedingungen menschlichen Zusammenlebens beschäftigt...
... und da geht es oft sehr rund zu.
Im Publikum trifft man auch Fans aus Wien, die extra für dieses Wochenende nach Schiltern gekommen sind, um "ihren JEDERMANN" zu treffen und ihn mit einem Autogramm im wertvollen Büchlein für immer festzuhalten, das es seit 1950 gibt.
Walter Reyer und Ewald Balser haben sich hier vor langer Zeit schon verewigt...
... aber auch Peter Simonischek und heute soll es um Philipp Hochmair aufgewertet werden.
Cayenne-Geschäftsführer Wolfgang Übl und Reinhard Kittenberger begrüßen die Gäste in der ausverkauften Gartenarena sehr herzlich und wünschen einen besonderen Abend.
Text passt zum Drehbuch: "Ich freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die wie geschaffen ist für Seelen wie meine."
Genuss gehört zum Leben...
Wenn man den Ausgang des Stückes nicht schon in der Schule gelernt hätte, könnte man hier sagen: Der Gärtner war der (Selbst)Mörder, der sich vielleicht gerade in Schiltern sein letztes vegetarisches Abendmahl zubereitet. Moderne Inszenierung halt...
Liest er jetzt Homer oder das Gartenbuch von Kittenberger?
Philipp Hochmair - was für eine Lichtgestalt am Theater- und Schauspielhimmel!
Aber er hat's im Stück schon angekündigt: "Nehmen Sie sich in acht, Sie werden sich verlieben..."
Das Publikum ist es, allein Lotte lässt sich davon nicht wirklich überreden.
"... und wenn ich der beste, der edleste Mensch wäre, so wär’s mir unerträglich, ihn im Besitz so vieler Vollkommenheit zu sehen."

Ob gegen verschmähte Liebe Grüner Veltliner hilft, sei dahingestellt.
Werther als Clown: Er ist so ausgelassen und närrisch und fängt viel verwirrtes Zeug an. Zum Beispiel hat sich der Name Albert (so auch der Name von Lottes Bräutigam) in seinem Gehirn eingebrannt. "Albert und Ruth: Wenn Ruth ruht und Albert albert und wenn Albert albert, ruht Ruth. Und wenn Ruth ruth, albert Albert usw."
Zwischenapplaus für die kabarettistische Einlage, die auch einen Kofferkauf und rote Wikingerbärte beinhaltete :-)
Aber es führt kein Weg daran vorbei. Lotte und Werther gingen auseinander, ohne einander verstanden zu haben, wie auf dieser Welt keiner den andern leicht versteht. Und der Hochzeitsmarsch im Hintergrund kündigt an, dass Werthers Angebetete einem anderen gehört.
Zwölfmal stellt er sich lautstark die Frage: "Wer ist Albert, who is Albert...?"
Albert ist angekommen und ich muss gehen...
Lotte fühlt sich ja auch durchaus zu Werther hingezogen und zeigt ihm dies auch während Alberts Abwesenheit, sie weiß aber auch, dass sie keine angemessene Partnerin von Werther sein kann, da sie verlobt ist.
In derart anscheinend ausweglosen Situationen verliert so mancher den Verstand.
"Freudvoll und leidvoll Gedankenvollsein, langen und bangen und schweben dabei himmelhoch jauchzend, zum Tode betrübt, glücklich allein ist die Seele, die liebt."
Die Videoinstallationen an diesem Abend passen perfekt zum Stück.
Lotte beeindrucken sie nicht wirklich.
"Albert ist der beste Mensch unter der Sonne. Albert borgst du mir deine Pistole?
Danke Albert, Danke Albert!"
"Selbstmord ist Schwäche", sagte Albert.
Freilich ist es leichter zu sterben, als ein Leben qualvoll zu ertragen.
Lotte sagt nur: "Werther, Sie sind krank, sehr krank. Gehen Sie, ich bitte, beruhigen Sie sich."
24. Dezember: "Es ist beschlossen, Lotte, dass ich sterben möchte, es ist Verzweiflung, es ist Gewissheit, ich opfere mich für dich, erinnere dich mein. Das Schicksal hat mir eine harte Prüfung zugedacht. Leb wohl Lotte, Engel des Himmels... I want to go back to my Lotte. Ich will nur Lotte wieder näher sein, das ist alles..."
Durch einen Kopfschuss "beruhigte" er sich für immer....
Sieben Minuten standing ovations für einen gekonnten Theaterabend.
Chapeau und Gratulation. Im Stück hieß es auch: "Er fühlt eine entsetzliche Lücke in seinem Busen, die nur Lotte auffüllen könnte." Es tut aber auch der herzliche Beifall von 800 Zuschauern besonders gut und füllt die Brust des begnadeten Schauspielers mit Freude.
Werthers Lebens- und Liebeschaos spiegelt sich auf der Bühne in Scherben und Fetzen wider.
Eine kurze Verschnaufpause muss sein, bevor er sich seinen Fans widmet, die Schlange stehen.
Da gilt es, für das offizielle Pressefoto zu posen.
Dann werden zig Autogrammwünsche erfüllt, hoffentlich auch jenes der oben angeführten Dame.
Philipp Hochmair hat sich natürlich über jeden Gast heute gefreut, besonders aber über die Schülerinnen und Schüler des BRG Krems...
Sie erlebten eine außergewöhnliche "Unterrichtsstunde".
Das zeichnet ihn als Star auch aus: unkompliziert und sympathisch!
Und sie hätten sicher gegen die Hochmair'sche Zeitrechnung nichts, denn da gibt es sogar einen 38. 49. und 50. August :-)
Es muss ja nicht immer Goethe sein. Jetzt dürfen die "Vorstadt-Weiber-Fans" aufs Foto :-)
Wer, so wie diese Männer, extra für Werther/Hochmair aus der Schweiz anreist, muss ins Bild mit ihm :-)
Wie sagte Goethe? "Wenn wir uns selbst fehlen, fehlt uns doch alles."
Ein erfolgreicher Abend geht zu Ende, an dem es an nichts gefehlt hat.
Es gibt noch andere besondere Hochmair-Programme. Womöglich kommt er mit "Jedermann Reloaded“ im nächsten Jahr nach Schiltern zurück. Die Veranstalter können sich das ja überlegen :-)
Man sieht es: Diese Dame ...
... oder z.B. diese, freuen sich, wenn's denn so wäre.
... aber auch Bürgermeister Harald Leopold, der vom Schauspieler - so wie ganz viele - und vom Stück begeistert war.



Fotos: Ulli Paur


STADTGEMEINDE LANGENLOIS
Rathausstraße 2
3550 Langenlois
Telefon: +43 2734 2101
Fax: +43 2734 2101 39
E-mail: stadtgemeinde(at)langenlois.gv.at
Homepage: www.langenlois.gv.at

Parteienverkehr:
Montag bis Freitag von 7.30 bis 12 Uhr
Dienstag von 13 bis 18.30 Uhr

Bürgerservicestelle:
Montag, Mittwoch, Donnerstag von 7 bis 16 Uhr
Dienstag von 7 Uhr bis 18.30 Uhr
Freitag von 7 bis 12 Uhr

Zur Navigationsleiste (ALT+7)