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Madame Baheux in Langenlois

"A so a Bahö heit in da Goartnbauschiu! "
Im Rahmen des Langenloiser Kultursommers lud der Verein Lakult am 28. Juli 2020 die stimm- und instrumentalgewaltige Wiener Gruppe "Madame Baheux" ein. Coronagetreu "angerichtet" wäre im Schulhof gewesen. Das Gewitter wollte aber, dass sich das Konzert um eine Stunde verzögerte und die Technik in den großen Festsaal verlegt werden musste. Alles ab- und neu aufbauen forderte den Veranstalter und den Tontechniker.
Die musikalische "Weiberwirtschaft" nahm es gelassen. In der Disziplin "Warten" sind Künstler in der Corona Zeit nämlich wahre Weltmeister geworden. Aber sobald man das letzte Mikro eingestellt und das letzte Kabel sicher verlegt hatte, waren die grandiosen Musikerinnen Jelena Poprzan, Ljubinka Jokic, Lina Neuner und Maria Petrova nicht mehr zu halten. Das Quartett rockte über die Bühne und entführte das Publikum in den Balkan und nach Wien. Fazit: Die Vier verstehen ihr Handwerk. Frauenpower, die man gehört haben sollte.

Endlich wird die Kulturszene wieder etwas belebt und wer Glück beim Vorverkauf hatte, bekam eine der begehrten limitierten Karten für das heutige Konzert in der Gartenbauschule Langenlois.
Für die Veranstalter ja keine leichte Aufgabe, da man ein Covid 19-Präventionskonzept ausarbeiten muss.
Alles wäre perfekt gewesen, käme da nicht diese dicke graue Wolke kurz vor dem Konzertbeginn dahergeflogen.
Besorgte Blicke des Vereinsobmannes Matthias Fürpaß und der schnelle Entschluss...
… die mühevolle Arbeit vom Nachmittag zu wiederholen und alles in den großen Festsaal zu bringen.
Bis auf die Blumen wurden alles in Windeseile ins Trockene übersiedelt.
Regentropfen können Stadträtin Brigitte Reiter und Andi Nastl nicht aus dem Gute-Laune-Konzept bringen.
Immerhin wollen die Gäste heute Livemusik der bekannten "Damenkapelle" hören und keine Musik aus der "Konserve".
Viele Hände machen ein rasches Ende bzw. in diesem Fall einen Neustart.
Im Saal muss natürlich der Mindestabstand gewahrt bleiben und der ist zumindest einen Krückstock lang.
Familienmitglieder dürfen natürlich enger nebeneinander sitzen.
Herzlich willkommen sind alle Gäste, diese sind aus Spitz angereist.
Tontechniker Christian Klementa leistet heute doppeltes Arbeitspensum und kommt dabei ein bisschen ins Schwitzen, bleibt aber ruhig und gelassen.
Es ist jetzt Zeit genug, um mit Kulturstadträtin Sonja Fragner (Bildmitte) zu plaudern.
Jetzt sollte es gleich losgehen, wenn das mit der Beleuchtung noch klappt. Stadtrat Thomas Redl steht helfend zur Seite.
Wenn jetzt auch noch alle Mikrofonstecker in die richtige Buchse kommen, steht einem schwungvollem Aufgeigen nichts mehr im Wege.
Die Instrumente werden kurz nochmals gestimmt.
Lakult-Obmann Matthias Fürpaß entschuldigt sich für die nicht geplante Verspätung, begrüßt nochmals herzlich alle, die durchgehalten haben und übergibt schnell die Moderation weiter an...
… Wolfgang Kühn, der die Protagonistinnen des heutigen Abends kurz vorstellt:
„Frauen-Power“ wäre eine Untertreibung in Anbetracht dieses femininen Balkanquartetts. Jelena Popržan aus Serbien, Ljubinka Jokić aus Bosnien, Maria Petrova aus Bulgarien (aber alle drei seit vielen Jahren Wienerinnen) und Lina Neuner aus Klosterneuburg: vier Stimmen, fünfzehn Saiten, zwei Bögen plus Percussion und Drums. Witzig, spritzig, schräg und groovy! Jung, feminin und frech! Mitreißende Folk-Songs aus Bulgarien, Serbien, Bosnien und Mazedonien in innovativen Arrangements, smarte Eigenkompositionen der Bandmitglieder und Lieder von Ewan MacColl, Bertolt Brecht, Georg Kreisler sowie ein Lied über ungastliche Wiener und ihre ausländischen Gäste in experimentellem Fiktiv-Wienerisch.

Albert Hosp, Musikjournalist auf ö1, beschreibt die Vier so: "Das Quartett Madame Baheux macht, um den Band-Namen weiterzudenken, elegant Radau, verbindet Subtilität und Radikalität, überzeugt als Rock Band ebenso wie als Kammermusik-Ensemble."
Jelena Popržan aus Serbien geigte schon im Vorjahr im Ursin-Haus vor begeistertem Publikum auf. Heute wird es nicht anders sein :-)
Die "Stillste" in der Band (und dann noch wieder nicht) ist Lina Neuner am E-Bass :-)
Ljubinka Jokić aus Bosnien, Virtuosin an der Gitarre, ist bekannt für ihren "Jugo-Soul".
Tonangebend ist natürlich auch Maria Petrova am Schlagzeug und auf ihrer Trommel. Die flotte Bulgarin ist seit 20 Jahren eine echte Wienerin.
Begrüßt wurde das Publikum mit zwei traditionellen Liedern, unter anderem ein bulgarischer Hochzeitssong.
Im Publikum trifft man Gäste, denen man puncto Musik nichts vormacht: Otto Lechner, der bekannte Akkordeonspieler und Komponist mit seiner Frau Anne Bennent.
Er wurde auch von den Damen eingeladen, ein Stück mitzuspielen. Mangels Akkordeon blieb er lieber im Publikum.
Der Sound, der von der Bühne kommt, ist einzigartig gut.
Beim Wienerlied von Richard Schubert, das experimentell wienerisch (oder phantasiewienerisch) geschrieben wurde, tat man sich beim Übersetzen etwas schwer - es handelt von einem Schawapeanzara. Der wiederum ist ein nette, hinterhältiger Wiener Wutbürger. Es geht im Lied um das Verhältnis zwischen den Ureinwohnern Wiens und den "Zuagrastn" bzw. zwischen den damaligen "Zuagrastn" und uns. :-). Tja, was ein "Gsprunzelts und Gschnitzelts" ist, bleibt der Phantasie überlassen.
Maria Petrova spielt nicht nur in dieser Formation, sondern auch in der Wiener Tschuschenkapelle und ist darüber hinaus eine äußerst gefragte Drummerin und Percussionistin der Wiener Szenen.
So steht es geschrieben: Der spielerfahrenen Bosnierin Ljubinka Jokić ist der hemmungslose Rock ’n’ Roll-Spirit der Band zu verdanken.
Vielleicht kann man auch liebevoll WWW-Sound dazu sagen (wilder wunderbare Wiener-Weiber-Klang).
Draußen gibt der Regen den Sound der Natur vor - Gott sei Dank ist das heftige Gewitter an Langenlois schadlos vorbeigezogen.
Musik zum Niederknien - das Foto sagt alles aus :-)
Die Setliste ist fast "abgearbeitet/abgespielt/abgesungen".
Nachdem das Publikum und die Musikerinnen noch Spaß und Lust haben, gibt es noch die eine oder andere Zugabe, wie zum Beispiel das Lied vom verliebten Steuerberater.
Abschlussapplaus für das Publikum mit Durchhaltevermögen und für die grandiosen Musikerinnen...
... die sich noch mit der Kulturstadträtin Sonja Fragner (Bildmitte) für ein Pressefoto zur Verfügung stellen.


Fotos: Ulli Paur


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