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Langenlois hat eine coole Schule

Langenlois ist als Schulstadt weithin bekannt. Egal, ob Pflicht-, Berufs- oder Fachschulen, das Bildungsangebot ist ein sehr gutes und umfangreiches. Zahlreiche Auszeichnungen und auch ein aktueller Fernsehbeitrag in der Sendung "Mittag in Österreich" am 15. Oktober 2018 über die Volksschule Langenlois als digitale Vorzeigeschule unterstreichen das (noch zu sehen in der ORF-TVthek unter  https://tvthek.orf.at/profile/Mittag-in-Oesterreich/13887636/Mittag-in-Oesterreich/13992114/Digitale-Grundausbildung/14380308)

Auch die Höhere Lehranstalt für Sozialmanagement bzw. die Fachschule für Sozialberufe, sprich die "WISO Langenlois" darf sich seit 5. Oktober 2018 über eine Auszeichnung freuen, denn sie wurde als "COOL-Partnerschule" zertifiziert. COOL steht für cooperatives offenes Lernen und ist ein Schul- und Unterrichtsentwicklungsprojekt, das auf die zunehmende Verschiedenartigkeit in den Klassen und die Forderung aus der Arbeitswelt nach stärkerer Berücksichtigung der Soft Skills in der schulischen Ausbildung reagiert (zu den Soft Skills gehören sämtliche Eigenschaften, Fähigkeiten und Qualifikationen, die berufliche und private Erfolge bestimmen. Sie betreffen persönliche Kompetenzen, soziale Kompetenzen und methodische Kompetenzen.)
COOL ist ein pädagogischer Ansatz für mehr Selbständigkeit, Eigenverantwortung und Kooperation der Schüler und Schülerinnen. Die Grundlagen dafür kommen aus verschiedenen reformpädagogischen Strömungen des 20. Jahrhunderts, vor allem aber aus dem von Helen Parkhurst in den USA entwickelten Daltonplan.

Das Zertifikat wurde bei der Franziskus-Schulfeier am 5. Oktober 2018 überreicht.

Aus diesem Plakat liest man schon so einiges über die COOLe Schule heraus.
Gespannt warten daher Schülerinnen, Schüler und die Pädagoginnen auf die Verleihung.
An das chinesische Sprichwort sollte man sich halten: "Die Arbeit läuft nicht davon, während du deinem Kind einen Regenbogen zeigst, aber der Regenbogen wartet nicht, bis du mit der Arbeit fertig bist."
Direktor Mag. Klaus Doujak begrüßt die Ehrengäste, die zur Feier gekommen sind...
... unter anderem SR Franziska Bruckner (Generaloberin der Schulschwestern vom III. Orden des hl. Franziskus), Bürgermeister Mag. Harald LEOPOLD, Landesschul-inspektorin Mag. Susanne Ripper sowie MMag. Martina Piok und Mag. Erika Liebel vom Impulszentrum "cool".
SR Hildegund Kammerhofer, SR Irmgard Pissenberger und SR Adelinde Angerer - die "Hausherrinnen" sind ebenfalls unter den Gästen und gerne gekommen.
Das Wort "cool" hat bei der Jugend eine besondere Bedeutung - aber lässig und souverän ist auch die Schule, die sie besuchen.
Religions- und Musiklehrerin MMMag. Theresa Lichtenegger wird mit der 3. Klasse HLS und einem "coolen" Arbeitsauftrag die Feierstunde gestalten.
Schwung und Rhythmus prägen den Festakt. Gestartet wird "Siyahamba", einem afrikanischen Song, der in der Gemeinschaft gesungen wird.
"Lass unsere Augen offenbleiben für das Elend und die Not in der Welt, gib uns Ohren für die Schwierigkeiten und Sorgen unserer Mitmenschen, gib uns Mut zum Handeln, damit wir uns nach unseren Kräften einsetzen für Frieden und Gerechtigkeit."
"Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens..."
Im nächsten Stück denken alle über die Geschichte des barmherzigen Samariters nach, das die Schülerinnen in die Gegenwart setzten bzw. selbst geschrieben und gespielt haben.
In diesem Predigt-Stück nimmt die Nächstenliebe die Hauptrolle ein, die von jedem gelebt werden sollte.
Die Schülerinnen waren frei und motiviert bei der Sache. Sie haben diese Feier komplett eigenständig vorbereitet.
"Alles okay bei Ihnen?"- "nein, ich wurde überfallen und verletzt und beraubt."
Franziskus steht jedes Jahr im Mittelpunkt, heute ist er sogar einmal umgekippt, aber ihm wurde in der vielfältigen und kreativen Feierstunde gleich wieder auf die Beine geholfen - offensichtlich hat ihn die Coolness, die in dieser Schule herrscht, schlichtweg umgeworfen oder er hat sich davor verneigt, wenngleich auch nach hinten :-)
Mit Musik ...
... endet die Feierstunde zu Ehren des Hl. Franziskus.
Diese vier Pädagoginnen sind die ersten Lehrgangs-teilnehmerinnen beim COOL-Projekt: Claudia Pasruck, Romana Exinger, Sigrid Kober und Ingeborg Doppler. Sie stellen anhand von kleinen Blitzlichtern COOL vor: COOL ist eine Chance, optional, optimiert, lernen / COOL ist Chaos, organisiert, ortsungebunden, loben / COOL ist clever, offen, omnipräsent, lachen / COOL ist eine Collage, operativ, orientiert und lebendig / COOL ist chillig, ordentlich, originell, lösbar!


Aufmerksam verfolgen die Gäste das Statement der Schulsprecherin Corina Senftlechner, die über die Erfahrungswerte mit der Lehrmethode COOL berichtet. "Mit dem selbstbestimmten Arbeiten geht oft viel Freude, Engagement und Selbstverwirklichung einher. Wenn sich die Aufträge häufen, ist das öfters eine große Herausforderung. Da ist es wichtig, sich die Zeit richtig einzuteilen und die Nerven zu bewahren. Dennoch sehen wir in COOL eine abwechslungsreiche Unterrichtsmethode. In Gruppen-, Partner- und Einzelarbeiten können wir uns gegenseitig unterstützen, um Lernstoffe zu erarbeiten. Wir sehen COOL als Vorbereitung für unseren späteren Werdegang. Teamfähigkeit, Struktur und Organisation - das können wir mit jedem Assignment verbessern."
In einer anschaulichen Filmdokumentation werden die Qualifikationen der coolen Schule aufgezeigt...
Nach den Beiträgen, dem WISO-Song und dem Schulfilm (auch auf Youtube abrufbar) hat SR Franziska Bruckner bereits einen großen Überblick über die COOLe Schule bekommen, in der coole Lehrern unterrichten. Sie bedankt sich dafür und gratuliert herzlich. Dabei leitet sie zur Gründerin des Ordens über. Maria Theresia Zechner hat Ende des 17. Jahrhunderts gelebt. Auch sie war eine sehr coole Frau, die 1723 begonnen hat, sich um die armen Mädchen (der Töchter der Salinenarbeiter) in Hallein zu kümmern und hat ihnen Unterricht angeboten. Damals gab es nämlich Schule nur für Burschen. Für Mädchen war es keine Option, in die Schule zu gehen. Sie hat sich für Ausbildung der Mädchen eingesetzt und hat Nächstenliebe gelebt.
Die Generaloberin wünscht den Schülerinnen und Schülern, dass sie clever, organisiert, lebensfroh und lachend von der Schule in die Berufswelt hinausgehen können. Sie bedankt sich beim Lehrerteam für die coolen Unterrichtsstunden.
Bürgermeister Mag. Harald LEOPOLD möchte Langenlois als Schulstadt noch bekannter machen. Die Franziskanerinnen haben daran einen maßgeblichen Erfolg, ihnen verdankt die Stadt auch die Gartendorfschule in Schiltern. Er freut sich aber auch über die hervorragende Entwicklung der WISO-Schule, die seit zwei Jahren auch als Höhere Lehranstalt für Sozialmanagement geführt wird. Die Einleitung der Religionslehrerin hat ihm besonders gut gefallen, die vom Zusammenarbeiten gesprochen hat, bei dem man das eigene Ich in den Hintergrund stellen, auf andere zuzugehen und zuzuhören sollte, um gemeinsam etwas zu erarbeiten, zu helfen und sich dabei nicht im Weg zu stehen. Und das ist besonders wichtig, denn was wir als Kleinkinder und in der Familie nicht lernen, lernen wir später auch nicht mehr.
Wenn wir uns die Welt heute so anschauen, dann wissen wir eigentlich, woran es krankt. Trotzdem die Religionsgemeinschaften grundsätzlich alle das selbe Ziel haben, schafft die Menschheit es trotzdem nicht, miteinander gut auszukommen. Daran müssen wir alle gemeinsam und intensiv daran arbeiten. Daher findet er das COOL-Projekt auch wichtig, wo man gemeinsam lernt, Probleme zu lösen, erfährt, wie man miteinander auskommt und das Gelernte später auch ausübt. Er wünscht dazu alles Gute!
Landesschulinspektorin Mag. Susanne Ripper bedankt sich bei den Schülerinnen, die diese Feier so cool gestaltet haben. Dahinter steht ein tolles Lehrerteam, dem sie gratuliert. Sie sind es, die den Weg zum offenen, cooperativen Lernen gehen. Und gerade am heutigen "WeltlehrerInnen-Tag" haben alle Pädagogen einen großen Applaus verdient. Eine coole Schule zu sein, als neuen bildungstheoretischen Ansatz, den es jetzt schon eine Zeit lang im Bildungswesen gibt, ist etwas, dass unserer Gesellschaft und unserer Jugend sehr entgegenkommt. Unsere Jugend hat sich entwickelt, daher ist die Zeit des braven Sitzens und Zuhörens vorbei. Die heutigen Schülergenerationen werden zu offenen, kreativen, kritisch denkenden Menschen erzogen. Durch cooperatives offenes Lernen legt man in sie Vertrauen, sodass sie mit Arbeitsaufträgen im Team gut umgehen und gemeinsam problemlösungsorientiert arbeiten können - das brauchen sie nämlich für ihre persönliche Zukunft. Sie freut sich jetzt schon, wenn der erste coole Maturajahrgang in zwei Jahren aus dieser Schule hervorgeht und wünscht alles Gute!
Es folgt einmal mehr viel Applaus!
Abschließend erfolgt die Übergabe des COOL-Zertifikats.
MMag. Martina Piok und Mag. Erika Liebel vom Impulszentrum "Cooperatives offenes Lernen" überreichen das Zertifikat. Bei COOL ist es besonders wichtig, die Potenziale und besonderen Fähigkeiten zu entdecken, zu entfalten, zu stärken. Es ist aber auch wichtig, von anderen zu lernen und deren Stärken zu erkennen, denn der eine funktioniert ohne den anderen nicht, wenn wir gemeinsam die Welt gestalten wollen. Dabei ist es wichtig, Verantwortung zu übernehmen, wenn man andere begleitet und ihnen hilft. Beide gratulieren zum Mut und zur wertvollen und erfolgreichen Ausbildung an dieser Schule.
Stolz nehmen die Pädagoginnen das Zertifikat entgegen.
Das Pressefoto Nummer 1 wird geschossen.
SR Hildegund als ehemalige Direktorin dieser Schule, die den Grundstein für vieles gelegt, wird mit einem netten Geschenk überrascht.
Jeder Gast bekommt neben einem coolen Button...
... auch noch friedvolle Gedanken mit auf den Weg.
Dann gibt es noch viele Glückwünsche für die coolen Lehrerinnen...
... die sogar ein eigenes Outfit tragen :-)
Mag. Erich Broidl (Neue Mittelschule Langenlois), Doris Aschauer (Kleingruppenschule Langenlois), Astrid Steiner (Volksschule Langenlois), Erwin Rauscher (Obmann des Elternvereines der WISO) und Bürgermeister Mag. Harald Leopold.
Vieles lernt man in der WISO Langenlois.
"Auch wenn ich wüsste, dass die Welt morgen zugrunde ginge, würde ich noch heute einen Apfelbaum pflanzen", war der Gedankengang von Franz von Assisi. Er hätte an der WISO, der COOLen Schule seine große Freude.


Fotos: Ulli Paur


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