Menü



Inhalt:

Langenlois, die smarte Stadt

Langenlois hat seit 27. Oktober 2020 eine Smart-Boutique und ein Smart-Büro!
Was es mit diesen wichtigen Räumlichkeiten in der Sackgasse 1 auf sich hat, erfuhren jene, die diese gute Sache unterstützt haben.
Egal ob man diesen wirklich gelungenen Standort als Smart-Boutique, Sozialstation oder Tauschzentrale bezeichnet: Sie hat einen wichtigen Zweck: Hier können sich Menschen Bekleidung für Erwachsene und Kinder, Geschirr, Haushaltsgeräte, Spielsachen etc. kostenlos abholen oder auch bringen. Zielgruppe sind vor allem jene, die auch zur "Tafel" des Roten Kreuzes kommen bzw. Flüchtlinge. Hier werden im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes Waren bewusst verteilt, getauscht und wiederverwertet.
Angeschlossen ist auch ein Smart-Büro. Hier unterstützt man kostenlos jene Personengruppe, die sich beim Ausfüllen von Formularen (z.B. GIS, AMS, Sozialamt) oder bei Bewerbungsschreiben schwer tun.
Die Idee zu diesem ressourcenschonenden Sozialstandort, der auch ein kommunikativer Treffpunkt sein wird, stammte aus dem Jahre 2015, als die Flüchtlingskrise begann. War dieses Soziallager vorerst privat und dann im Pfarrhof untergebracht, dürfen sich Leiterin Gerlinde Krasser und ihr Team jetzt über ein wunderschönes Geschäftslokal in der Bahnstraße/Sackgasse freuen.

Nicht jede Gesellschaftsschicht sieht den Alltag durch die rosarote Brille.
Wo man in Langenlois aber dieses Zeichen des "guten Bodens" sieht, kann man schon zuversichtlicher sein.
Seit 27. Oktober 2020 unterstützt die Smart-Boutique Menschen, die sich nur das Notwendigste leisten können.
Der Begriff "smart" reicht schon zweitausend Jahre vor unserer Zeitrechnung zurück. In der urgermanischen Sprache bedeutete die Wortwurzel "smarta" so viel wie schmerzend. Und das ist Armut zweifelsohne, die auch durch Corona bedrohlich in die Mitte der Gesellschaft gerückt ist.
Im Haus Bahnstraße 13 / Sackgasse 1, das der Famile Alfred und Helga Redl gehört, ist im ehemaligen Elektrogeschäft linkerhand die Galerie "kunstraumlangenlois p.p.", wo man dieses Fundstück in der Auslage findet, das auch zur heutigen "Geschäftseröffnung" passt.
Wenn auch die Adresse mit Sackgasse bezeichnet wird, so ist die Alternative zu diesem Wort Neustart! Einst hat ja schon Berthold Brecht darauf hingewiesen, dass Umwälzungen in Sackgassen stattfinden.
Alfred und Helga Redl ermöglichten dankenswerterweise der Pfarre Langenlois die Errichtung dieser "Sozialstation samt Sachspendenlager", das von der Flüchtlingshilfe Langenlois betreut wird.
Gabriell Erd erklärte in ihrer wirklich gelungenen Eröffnungsansprache die Bedeutung des Wortes "smart", das vom ursprünglichen schmerzenden bis hin zu schlagfertig, klug, gewitzt, kenntnisreich und stark reicht.
Und genau diese Eigenschaften (klein, handlich, pfiffig und effizient) sollen sich in diesen neuenRäumlichkeiten widerspiegeln.
BB bedeutet nicht nur Boutique und Büro, sondern auch bestens betreut :-)
Der Pandemie geschuldet, fand die Eröffnung im Freien statt - die überdachte Passage schützte vor dem Regen.
Bürgermeister Mag. Harald Leopold bedankte sich bei den Initiatoren für die wirklich gelungene Ausführung dieser Smart-Boutique. Damit erreicht man für die Gemeinschaft wieder vieles. Daher wird dieses Projekt auch die Stadtgemeinde Langenlois aufgrund des einstimmigen Beschlusses finanziell aus Mitteln des Bürgerspitalfonds mit monatlich 150 Euro unterstützen (vorerst befristet auf zwei Jahre).
Gerlinde Krasser, die diese Smart-Boutique mit 12 ihrer engagierten Gleichgesinnten organisiert, bringt einen kurzen Überblick über die Entstehung dieses "Spendenlagers", das ihren Anfang bei der Flüchtlingskrise 2015 nahm. Waren es ursprünglich Flüchtlinge, die dieses Angebot gerne annahmen, machen mittlerweile einheimische Bedürftige mehr als die Hälfte der Kunden aus.
Jeden Dienstag stehen die Türen von 16 bis 19 Uhr für alle offen, die die Smart-Boutique besuchen wollen. Das Smart-Büro ist jeden Montag von 16 bis 19 Uhr für Hilfesuchende geöffnet. Telefonisch erreichbar: 0664 278 7173.
Im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes ist es den Akteuren wichtig, die Waren bewusst zu verteilen, zu tauschen und wiederzuverwerten. Somit leistet diese Einrichtung auch einen wichtigen ökologischen Beitrag im Sinne der Wiederverwertung noch brauchbarer Dinge. Gerne sind Interessierte eingeladen, hier ehrenamtlich mitzuarbeiten - dann könnte man unter Umständen auch die Öffnungszeiten ausdehnen.
Also: Jeder, der etwas braucht oder bringen will, ist eingeladen zu kommen.
Es dürfen sich natürlich auch jene etwas aussuchen, die nicht hilfsbedürftig sind. Dafür steht dann eine Spendenbox zur Verfügung.
Pastoralassistent Johannes Leitner, der die vertraglichen Punkte für diese Sozialstation abwickelt, bedankt sich bei allen Geldgebern und freut sich, dass hier ein besonderer Schulterschluss gelungen ist...
... da sich auch die Sparkasse Langenlois (mit Direktor Martin Müllauer) und die Raiffeisenbank (mit Direktor Hannes Rauscher) monatlich mit einer Unterstützung beteiligen.
Bei der Segnung der Räumlichkeiten zitiert er aus dem Brief an die Galata-Brief und stellt fest, dass die Gedanken aus der Bibel heute noch immer zeitgemäß sind: "Ein jeder trage des anderen Last. Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun, denn wenn wir darin nicht nachlassen, werden wir ernten, sobald die Zeit dafür gekommen ist. Deshalb wollen wir, solange wir noch Zeit haben, allen Menschen Gutes tun, besonders aber denen, die mit uns im Glauben verbunden sind."
Spenden für diese Organisation sind natürlich von jedermann gerne willkommen.
Dazu wurde das Konto "Pfarre Langenlois, Sozialstation Langenlois) mit folgender Bankverbindung eingerichtet: IBAN: AT70 3242 6000 0002 6278. Danke!
Auch die Firma E.D.V. Eder wurde lobend erwähnt, die die Infrastruktur fürs Büro zur Verfügung gestellt hat.
Wolfgang Almstädter von der Flüchtlingshilfe und das Ehepaar Redl stimmen dem zu: "Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun, denn wenn wir darin nicht nachlassen, werden wir ernten, sobald die Zeit dafür gekommen ist."
Ein liebevoll eingerichteter Verkaufsräum präsentiert sich den Kunden.
Corona-Gruppenbild Nummer eins!
Viel Arbeit wartet da immer für die Verantwortlichen. Monatlich gehen nämlich im Durchschnitt 18 gefüllte Banananschachteln ein, die aussortiert werden müssen. Was nicht gebraucht wird, leitet die Sozialstation an CARLA (Caritaslager Krems) bzw. an den Gemeindeumweltverband weiter.
Das Ergebnis präsentiert sich jetzt in der gut sortierten Smart-Boutique.
Corona-Gruppenbild Nr. 2
Der Bürgermeister und Hannes Rauscher finden die Idee, noch gut tragbare Bekleidung hier zum Nulltarif anzubieten, wirklich gut. In Gedanken durchforsten sie bereits ihre Garderobe - da ist sicherlich auch Brauchbares dabei, das sie nicht mehr anziehen.
Weiterhin will man auch ein kommunikativer Treffpunkt bleiben, weil sich hier unterschiedlichste Menschen begegnen, die sich miteinander austauschen können.
Steter Tropfen höhlt den Stein - mit Geduld, Ausdauer und Beharrlichkeit kommt man am besten zum Ziel. Dieses Glas erinnert irgendwie an die finanziellen Unterstützer: Pfarrcaritas Langenlois und Stadtgemeinde Langenlois steuern je 150 Euro monatlich dazu, die Banken sind mit je 50 Euro dabei.
Hilfsbereitschaft stellt man in Langenlois quasi in die schöne Auslage!
Damit wird für viele der schwierige Alltag etwas heller...
Gemäß dem Motto von Marie von Ebner-Eschenbach, wird man hier in der Langenloiser Sackgasse 1 Menschen Freude machen können. "Wenn jeder dem anderen helfen wollte, wäre allen geholfen."
Vis á vis in der Galerie von Norbert Fleischmann und Christina Lackner liest man auch treffende Zeilen - passt alles heute gut zusammen.
Dieser Kunstraum ist jeden ersten Sonntag im Monat von 10 bis 18 Uhr und jederzeit nach Vereinbarung für Interessierte offen.



Fotos: Ulli Paur


STADTGEMEINDE LANGENLOIS
Rathausstraße 2
3550 Langenlois
Telefon: +43 2734 2101
Fax: +43 2734 2101 39
E-mail: stadtgemeinde(at)langenlois.gv.at
Homepage: www.langenlois.gv.at

Parteienverkehr:
Montag bis Freitag von 7.30 bis 12 Uhr
Dienstag von 13 bis 18.30 Uhr

Bürgerservicestelle:
Montag, Mittwoch, Donnerstag von 7 bis 16 Uhr
Dienstag von 7 Uhr bis 18.30 Uhr
Freitag von 7 bis 12 Uhr

Zur Navigationsleiste (ALT+7)