Menü



Inhalt:

Karl Korab begeisterte in Langenlois

Professor Karl Korab, jenen bekannten österreichischen bildenden Künstler, der in Niederösterreich geboren wurde und auch da lebt, kennt man in Langenlois.
Erinnert man sich an den 25. Oktober 1983 zurück, so weiß man, dass Karl Korab damals schon in der Gotikhalle der Raiffeisenbank seine Druckgraphiken präsentierte. Die Stadtgemeinde Langenlois und die Niederösterreich-Gesellschaft für Kunst und Kultur luden damals zur Ausstellung ein. 
Am 4. November 2005 wurde der Langenloiser Herbst mit einer Vernissage im Ursin-Haus eröffnet, an der Karl Korab ebenfalls einige seiner Werke gemeinsam mit Helma Klinglhuber und Melitta Scheutz präsentiert hat. 
Und weil aller guten Dinge drei (oder vielleicht auch mehr) sind, lud die Raiffeisenbank Langenlois am 16. November 2018 in ihre Bankgalerie ein, wo die neuesten Werke dieses berühmten Malers ausgestellt wurden.
Bemerkenswertes Detail am Rande: Korab musste ob seiner beliebten Werke einen Verkaufsstopp einlegen, da er sonst die gewünschte Anzahl der Bilder nicht zur Verfügung stellen hätte können.
Der Run auf die Bilder bei der Ausstellung "Weiße Häuser - schwarze Scheunen" war ebenfalls groß: Bereits zu Beginn der Langenloiser Vernissage wurden schon die meisten Ölbilder wieder an Kunstliebhaber verkauft, ein Beweis dafür, das Korab zu den überaus beliebten Künstlern zählt.
Den Kunstschaffenden in bewährter Form vorgestellt hat wieder Mag. Carl Aigner (Museum Niederösterreich) - die Ausstellung wurde durch Dr. Erwin Pröll neben vielen anderen Gästen eröffnet.

Diese bedeutende Ausstellung wurde seit Wochen mit Plakaten und Aussendungen beworben - heute ist es soweit...
Der berühmte Maler stellt in Langenlois, wo sich sogar der Mond über dem Platz freut, denn...
... er spielt heute auch eine künstlerische Rolle. "Mond über den Scheunen" oder "Mondnacht" sind nämlich Titeln von gezeigten Korab-Bildern.
Dies sind keine Pinseln, sondern Sticks für den Schlagzeuger, denn Musik darf bei einer Raiba-Vernissage nicht fehlen.
"Hauspianist" Erich Rupp am Piano...
... hat natürlich auch den Mond im musikalischen Programm.
... und spielt gekonnt mit dem Brüderpaar Markus (Saxophon) und Christoph Führer (Schlagzeug) auf.
Die ersten Gäste werden begrüßt, willkommen Gemeinderätin Christine Ulrich mit Gatten.
Amtsleiter treffen Architekten: Peter Leopold (Schönberg), StADir. Karl Brunner, Ing. Christian Vollkrann und Ing. Thomas Kerzan.
Dachlandschaften sind ja immerhin auch Gegenstand von Hausplanungen.
Bürgermeister Mag. Harald LEOPOLD begrüßt mit seiner Gattin Andrea den Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien Chef Erwin Hameseder mit Gattin.
Noch kann man in Ruhe die Bilder genießen. Bald wird es in der Bankgalerie ziemlich eng.
Heinz Altmann, ehemaliger Vizebürgermeister in Langenlois, sieht mit seiner Frau ebenfalls einem interessanten Abend entgegen.
Wenn es um Häuser geht, könnte einem dieses Zitat einfallen: "Männer bauen ein Haus, Frauen schaffen ein Zuhause."
Gleich kann's losgehen, denn ...
... Landeshauptmann a.D. Dr. Erwin Pröll ist eingetroffen und begrüßt die Langenloiser, wie hier Dipl.Ing. Ernest Ettenauer und Ehrenbürgermeister Hubert Meisl.
"Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste! Ich darf Sie als Geschäftsleiter unserer Bank ganz herzlich zur heutigen Ausstellungseröffnung mit Karl Korab begrüßen. Seine Ausstellung trägt ja den interessanten Titel 'Weiße Häuser - schwarze Scheunen' und für uns ist es aus zwei Gründen eine ganz besondere Ausstellung. Zum einen ist Karl Korab im Gegensatz zu den Künstlern der vergangenen Jahre wirklich ein Lokalmatador, ein echter Waldviertler, der seit 40 Jahren seine Zelte in Sonndorf bei Maissau aufgeschlagen hat. Zum anderen ist es jetzt zwei Jahrzehnte her, dass wir mit der Präsentation dieser großen österreichischen Künstler 1998 mit Arnulf Rainer begonnen haben. Der heutige Besuch vieler Kunstfreunde demonstriert die große Fangemeinde von Karl Korab." So begrüßt Hannes Rauscher die vielen Gäste, allen voran LH a.D. Dr. Erwin Pröll, der bereits 2004 die Nitsch-Ausstellung in Langenlois eröffnet hat. Ein herzliches Willkommen gilt auch Raiffeisen-Präsident Erwin Hameseder mit seiner Gattin Christa, die auch eine hervorragende Künstlerin ist, Bürgermeister Mag. Harald LEOPOLD, Kulturstadträtin Mag. Brigitte Reiter, Altbürgermeister Hubert Meisl und viele andere, die heute gekommen sind.
Mag. Carl Aigner, der die Raiffeisenbank seit zwanzig Jahren bei diesen Ausstellungen als Kurator begleitet, mit Künstler Karl Korab, der heute einen Querschnitt seines Schaffens in Langenlois zeigt. Eine Ausstellung mit diesem Maler zu organisieren, war gar nicht so einfach, denn die Sammler "reißen ihm förmlich die Bilder aus der Hand". Es war ziemlich schwierig, diese Vernissage mit 35 Bildern zusammenzubringen. "Und schon vor der Eröffnung haben Kunstinteressierte bereits alle Ölbilder (bis auf eines) gekauft - das haben wir in Langenlois noch nicht erlebt", so Geschäftsleiter Hannes Rauscher.
Hier noch ein organisatorischer Hinweis: Seit Mai gibt es ja die Datenschutzgrundverordnung - die Bank nimmt das natürlich sehr genau, auch das Recht am eigenen Bild. Die Raiba weiß, dass die meisten Gäste von Vernissagen sehr gerne fotografiert werden - für diese ändert sich auch gar nichts. Für jene, die aber nicht abgebildet werden wollen, gibt es eine Langenloiser Innovation, nämlich das "no photo-Pickerl".
Für diese Aktion erntete man viel Lachen und Applaus, aber die Pressefotografen sind dafür dankbar.
Raiffeisen-Obmann Leo Hofbauer-Schmidt freut sich ebenfalls über so viele Gäste in seinem Haus.
Womit man wieder beim Thema "Haus" angelangt ist, das die Ausstellung bestimmt.
Mag. Carl Aigner steigt mit einem Stück von Thomas Bernhard ein, das "Einfach kompliziert" heißt. Das bringt auch sehr schön das vorhin Gesagte auf den Punkt, wohin wir uns bewegen und bewegen lassen. Was sehen wir eigentlich noch, wenn wir durch die Landschaft fahren? Wir, die wir die Welt vor lauter Bilderwelten um uns herum immer weniger sehen können, oder auch nicht mehr sehen wollen, angesichts dessen, was an Hässlichkeit eigentlich passiert. Wenn wir die Werke von Karl Korab betrachten, so sind seine Landschaftsarbeiten in einem sehr umfassenden Sinn, etwas, was uns eigentlich herausfordert, wieder Landschaft anzusehen und zu sehen. Es sind tatsächlich keine imaginierten Landschaften von Korab, es sind erschaute/ersehene Landschaften über Jahre/Jahrzehnte, über Wanderungen, über Aufenthalte, über das Arbeiten im Freien. In manchen ist er mit der Landschaft verschmolzen, um solche Werke machen zu können. Wir sind eine Zeit geworden, die Hektik mit Dynamik verwechselt, wir sind eine Zeit geworden, die noch immer dem Mythos des 19. Jahrhunderts erliegt, nämlich zu glauben, je schneller wir werden, umso mehr Zeit gewinnen wir. Wir wissen inzwischen, dass es genau umgekehrt ist: Je schneller wir werden, umso weniger Zeit haben wir.
Die Werke von Karl Korab sind Werke voller Zeit, ein Zeitinvestment, wie wir es selten in der österreichischen Landschaftsmalerei erleben können. Das heißt für uns natürlich auch, um diese Zeit des Schauens in diesen Werken für uns wirklich sehen zu können, dass wir uns auch Zeit nehmen müssen, dahin zu schauen. Korab ist ein Meister des Details, der Miniatur, Werke gegen unseren Nützlichkeitswahn, der inzwischen für nichts mehr Halt zu machen begonnen hat. Jedes Bild ist eine eigene Realität, eine eigene Welt. Jedes Werk ist eine Komposition. Architektur und Landschaft sind in seinen Werken stark vertreten, die in seinen Bildern immer noch eine Symbiose eingehen und keine Gegensätze sind. Häuser- und Dachlandschaften haben ihn gepackt
Spannend und auch amüsant ist es, Carl Aigner zuzuhören.
Keiner versteht es so wie Mag. Carl Aigner, mit erstaunlichen Wortschöpfungen Kunst so bildhaft näherzubringen.
Ganz spannend in den letzten Jahren ist es, dass sich die Architektur "aufmacht", zu einer Fläche wird, die Wände bekommen eine eigene Autonomie als Bildfläche, als Fragment und gleichzeitig auch als das, was Korab sehr früh geprägt hat, nämlich die Erfahrung in den 50iger-Jahren mit dem Kubismus. Der Kubismus ist eines der einschneidensten Erlebnisse in der Geschichte der Bilder. Das passiert genau in einem Zeitraum, wo eine neue Staatsform, eine neue Lebensform, nämlich die Demokratie auf den Plan tritt. Demokratie heißt, dass es kein Privileg für den einen oder anderen gibt, was die Kraft seiner Stimme betrifft. Der Kubismus hat parallel dazu genau dieselbe Aussagekraft: Es gibt keine absolute Sicht auf ein Werk, es gibt viele Wahrnehmungen, viele Möglichkeiten, etwas zu sehen.
Dr. Erwin Pröll, Landeshauptmann a.D. (in anderen Diensten :-) als Kunstliebhaber und Freund von Karl Korab wird die Ausstellung als Landeshauptmann i.R. (= Landeshauptmann in Reichweite) humorvoll eröffnen.
Er stellt sich die Frage: "Wozu haben wir eigentlich die Hürde genommen, in Krems die Galerie der Zeitgenossen zu errichten?" Die Raiba Langenlois ist eine Lokalität, die dafür absolut dienlich dafür wäre."
Korab hat Pröll vor sehr langer Zeit dazu motiviert, sich für Kunst und Kultur zu interessieren und er hat beim ersten Treffen mit dem Künstler gespürt, was eigentlich Kunst und Kultur in der Entwicklung von Regionen alles im Stande ist, zu leisten. Das hat in seiner späteren Arbeit unglaublich viele Früchte getragen.
Karl Korab ist daher für ihn ein Wegbereiter einer Kulturarbeit in Niederösterreich, die in den letzten Jahren dazu geführt hat, dass man weit über die Grenzen unseres Landes hinaus sagt: Niederösterreich ist ein Kulturland mit so vielen spannenden Facetten geworden, die den Artenreichtum des Landes in einer entsprechenden Art und Weise widerspiegeln.
Der Mensch Karl Korab ist ein beeindruckender, ein Mensch, der sehr viel an Bindung und Verbindung zu seiner Landschaft und zu seiner Heimat hat. Dafür wird ihm gedankt.
Dr. Pröll wird für die Ausstellungseröffnung gedankt. Und schon am 30. November 2018 kommt er wieder nach Langenlois, wo sein Patenkind Hanna Maurer aus Reith ihr erstes Buch präsentiert.
Karl Korab bedankt sich für die Einladung, wieder in Langenlois ausstellen zu können. Er macht das sehr gerne, in seiner Heimat Niederösterreich präsent zu sein. Und er hält es als Jahrgang 1937 auch für sehr wichtig, von Zeit zu Zeit doch zu beweisen, dass man noch am Leben ist. Er arbeitet jeden Tag von früh bis abends mit einer starken inneren Intensität, der Leidenschaft an der Malerei. Er hofft, dass die Gäste dieses Intensive beim Betrachten der Bilder verspüren, zu dem er abschließend einlädt.
Nur mehr ein Punkt trennt die Gäste vom guten Glas Wein und dem Buffet. Winzer Rudi Rabl kredenzt heute seine Weine zur Ausstellung. Er ist erst gestern aus London zurückgekommen, wo er die International Wine and Spirit Competition Trophy für den besten Veltliner bekommen hat. Dazu wird ihm von allen herzlich gratuliert. Der Langenloiser Winzer weiß, dass zu weißen Häusern und schwarzen Scheunen nur mehr Grüner Veltliner passt. Er schließt sich den Worten von Dr. Pröll an und meint auch, dass man sich in der voll technisierten Welt wieder mehr zurückbesinnen sollten, was die Großväter gemacht haben. "Einen guten Wein kann gleich einmal wer machen, aber einen guten Wein, wo man auch die Seele spürt, da muss man als Winzer ein bisschen mehr reinstecken. Das ist auch der Bogen, der sich zwischen Winzer und Künstler spannt - die Seele muss man im Bild und im Wein spüren."
Seine erste Begegnung mit Karl Korab war am Standesamt - er hat sich einige seiner Bilder erheiratet :-)
Applaus für alle Protagonisten auf der Bühne.
Blumen gibt es noch für Guggi Korab.
Jetzt steht nichts mehr im Wege, Bilder und Weine zu genießen...
... außer ein Pressefoto :-)
Zum Wohl auf einen gelungenen Kunstabend.
"Fundstelle" heißt dieses Werk...
... und gleich werden auch die Buffettische diese Bezeichnung verdienen :-)
Wie heißt es so treffend: Je später der Abend...
... desto schöner die Gäste :-)
Korab kann man sich unkompliziert auch in Buchform mitnehmen.
Oder man kauft sich eines der noch verbliebenden Werke in der Raiffeisenbank Langenlois.
Abschließend noch Zeitdokumente über Korabs Ausstellungen in Langenlois.
Das waren noch Zeiten ... :-)
Hier auch ein Foto vom "Langenloiser Herbst 2005". Damals wurden die Kulturwochen mit Karl Korab am 4. November im Ursin-Haus eröffnet.



Die Ausstellung ist noch bis 11. Jänner 2019 während der Bankgeschäftszeiten zu besichtigen.


Fotos: Ulli Paur


STADTGEMEINDE LANGENLOIS
Rathausstraße 2
3550 Langenlois
Telefon: +43 2734 2101
Fax: +43 2734 2101 39
E-mail: stadtgemeinde(at)langenlois.gv.at
Homepage: www.langenlois.gv.at

Parteienverkehr:
Montag bis Freitag von 7.30 bis 12 Uhr
Dienstag von 13 bis 18.30 Uhr

Bürgerservicestelle:
Montag, Mittwoch, Donnerstag von 7 bis 16 Uhr
Dienstag von 7 Uhr bis 18.30 Uhr
Freitag von 7 bis 12 Uhr

Zur Navigationsleiste (ALT+7)