Menü



Inhalt:

Höfekultur mit Strottern & Kühn

"Waunsd woadsd" war der Titel der Matinée am Sonntag, dem 5. Mai 2019, bei der die Veranstaltungsreihe "Kultur in Langenloiser Höfen" eröffnet wurde.
"Waun ma g'woart hot" und sich keine Karten dafür besorgte, versäumte man drei unvergessliche Stunden mit den "Strottern" und Wolfgang Kühn, die sich wirklich harmonisch literarisch-musikalisch im Arkadensaal Langenlois ergänzten. Wienerlied traf Waldviertler Dialekt.
Das instabile und kühle Wetter war der Grund, dass man diesen Auftritt vom wunderschönen Harrerhof nach drinnen verlegen musste, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat.
Unter den Gästen war auch Mag. Christoph Wagner-Trenkwitz, der das Geheimnis rund um die Operettenfestspiele Langenlois im kommenden Jahr lüftete.

Ab sofort ist wieder viel los in Langenlois, denn die Kultursaison in den Höfen beginnt.
Gott sei Dank gibt es Ausweichlokale und jeder kam auf seine Rechnung, denn das Wochenendwetter unterstützte dieses Mal mit dem langersehnten Nass die Natur und Landwirtschaft.
Gemeinderätin Anita Stemberger-Chabek und Wolfgang Kühn warten - so wie es im Programm steht - auf den Beginn der Matinée :-)
Dr. Eva Klaus, Dr. Gerhard Maly und Prof. Elisabeth Stadler tun es ihnen gleich, aber gleich ...
... nach diesem Pressefoto wird musikalisch begonnen.
Gemeinde-Kultur-Dialog: Bürgermeister Mag. Harald LEOPOLD ist schon sehr gespannt, mit welcher Operette Mag. Christoph Wagner-Trenkwitz bei den Schlossfestspielen 2020 punkten will. Da übernimmt er nämlich die künstlerische Leitung im Jubiläumsjahr...
Beim Wein gibt es die alten Reben, die alle Jahre wieder austreiben und Gutes liefern.
Möge dies auch nach 25 Jahren Operette in Langenlois gelingen.
Im Saal warten schon die Künstler Klemens Lendl und David Müller, die von Kulturstadträtin Mag. Brigitte Reiter herzlich willkommen geheißen werden.
Die Gäste im vollbesetzten Saal...
... werden von Ing. Robert Stadler von KulturLangenlois begrüßt. "Kultur in Langenloiser Höfen" steht seit 2001 für ein gelungenes Zusammenspiel aus Kunst, Architektur und Wein. Im Frühling werden wieder die wunderschönen Langenloiser Höfe zur Bühne von kulturellen Veranstaltungen. Die heutige Matinée wird gemeinsam mit den Langenloiser Handballern organisiert, die für die Kulinarik zuständig sind.
Kulturstadträtin Mag. Brigitte Reiter betont eingangs, dass es keinen Grund gibt, über das Wetter zu meckern. Man soll sich über den langersehnten Regen einfach nur freuen. Sie freut sich vor allem auch, dass diese Veranstaltungsreihe seit knapp 20 Jahren eine Erfolgsgeschichte ist, die mit vier Veranstaltungen begonnen hat und mittlerweile im Frühjahr mehr als 20 Events anbietet.
Die Kulturstadträtin bedankt sich bei allen Vereinen, Veranstaltern, Hofbesitzern und Akteuren, die alle Jahre wieder zum guten Gelingen beitragen. Nach der Begrüßung von Mag. Wagner-Trenkwitz freut sie sich auf drei bekannte Gesichter. Klemens Lendl und David Müller - "Die Strottern" haben in Langenlois schon mehrmals mit ihrem Programm beeindruckt - Wolfgang Kühn, der sie heute literarisch unterstützt, kennt man ohnehin. Das Wienerliedprogramm "Waunsd woadsd" passt wunderbar zu Langenlois, wo das Warten schon fast ein Leitmotiv ist. Wir warten auf das richtige Wetter, wir warten auf das Reifen der Trauben und später auf die Qualität in den Flaschen, wir warten auch manchmal auf neue Veranstalter und neue Interpreten.
Bürgermeister Mag. Harald LEOPOLD wünscht allen einen schönen Vormittag. Das Langenloiser Kulturprogramm erfüllt seiner Meinung zwei Aufgaben: Zum einen kann man sich bei Events zurücklehnen und ausspannen, andererseits kann Kultur auch gesellschaftliche Mankos aufzeigen. Dabei ist es möglich, in gemütlicher Atmosphäre die Scheuklappen abzulegen, die Ideologien etwas aufzuweichen und nachzudenken. Auch er bedankt sich vor allem bei den Höfebesitzern, die ihre Tore für die Kulturspielstätten öffnen. Er erhofft sich auch mit dem heutigen Gast Mag. Christoph Wagner-Trenkwitz einen neuen kulturellen Aufschwung und lädt abschließend ein: "Lassen Sie sich darauf ein, die Gedanken der Künstler in sich aufzunehmen, zu interpretieren und damit vielleicht zu einem besseren Weg zu finden."
"Schönen guten Morgen, es ist elf Uhr in der Nacht", meint Klemens Lendl.
Aber diese drei Künstler werden versuchen...
... das Publikum sanft mit dem ersten Lied einzustimmen, das vom Sitzen handelt, obwohl er stehend singt :-)
Wolfgang Kühn braucht sich mit seinem Wortwitz nicht verstecken. Eingangs lässt er anklingen, dass er bereits an einem neuen Buch mit dem Titel "Ana hot immer des Bummerl" arbeitet. Daraus gibt es kleine literarische Leckerbissen.
... und so leicht das Blut, und so froh der Sinn...
... und ich hab den Mut, dass ich glücklich bin", so die eine Textpassage aus dem Wienerlied von Hermann Leopoldi "Da kauf ich mir für 32 Groschen einen Fahrschein noch Neuwaldegg. Da draußen hoit die gaunze Wöd die Goschn und olle Sorgen die sind weg."
Kleiner Wetterbericht zum Tag: "Da Kotznjaumma weng da Schofsködn noch da Offnhitz zu de Hundstog geht auf ka Kuahhaut".
Wolfgang Kühn gibt aber auch Tipps für ein Bewerbungsschreiben: "I bin origineller ois da Uri Geller, i vabiag de Löffeln, die Gobeln und die Messa, oba mi söba vabiagn, kau i no vü bessa."
In dieser Tonart ging es eine gute musikalisch-literarische Stunde weiter bis zur Pause. Da konnte man dann am Bücher- und CD-Tisch auswählen.
Nach dem vielen Lachen tut ein Glas Wein ganz gut.
Gutes Programm, guter Wein = gute Stimmung! So soll es sein in Langenlois.
Der Bürgermeister könnte heute singen: "Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an." Auf alle Fälle wird ihm zu diesen denkwürdigen Geburtstag gratuliert, den er heute feiert. Herzlichen Glückwunsch!
Ob hier schon die Jubiläen für 2020 besprochen werden? Immerhin gibt es dann die Operettenfestspiele bereits 25 Jahre und die Höfekultur 20 Jahre!
Den zweiten Teil des Konzertes "eröffnet" Mag. Christoph Wagner-Trenkwitz mit interessanten Neuigkeiten zu den Schlossfestspielen.
Nach 16 Jahren Intendanz Prof. Uwe Theimer und acht Jahren Prof. Andreas Stoehr will man bezüglich Operette etwas verändern. Alle wissen, dass dieses ein schwieriges und auch kostenaufwändiges Genre ist. Mit Wagner-Trenkwitz konnte Langenlois einen absoluten Fachmann gewinnen - er wird 2020 die Jubiläumsveranstaltung künstlerisch leiten und wer weiß, vielleicht gelingt es ihm, Operette am Langenloiser Standort wieder besonders attraktiv machen. Vorab gibt's von ihm Komplimente für die Strottern, die er schon lange kennt und auch für den genialen Wolfgang Kühn, der besonders gekonnt an "den Rädern der Sprache" dreht.
Seine neue Aufgabe im Jahr 2020 reizt ihn besonders, da er Langenlois ja schon ein bisschen von zwei Auftritten kennt. Er weiß um die Herausforderungen von Open-Air-Veranstaltungen als ehemaliger Intendant von Haag. Nachdem Sprechtheater aber nicht so das Seine ist, fühlt er sich in Langenlois viel wohler. Als Chefdramaturg der Volksoper Wien hat er "a bissl a Ahnung von Operette" und vor allem eine große Liebe dazu. Sicherlich nicht einfach, sie zu inszenieren, da sie nicht zu modern, aber auch nicht zu altmodisch sein soll. In Langenlois muss man schauen, dass man an diesem großartigen Ort alle Möglichkeiten des Schlosses Haindorf dafür nützt. Die 25. Saison soll mit einem Jubiläum gefeiert werden. Was passt da besser dazu, als "Die Fledermaus", in deren 2. Akt nur gefeiert wird? 1997 und 2007 wurde diese Operette in Langenlois schon gespielt. Aller guten Dinge sind immer drei. Die Fledermaus ist seiner Meinung nach eine ganz moderne, aktuelle Operette. "Der erste Akt handelt ja nur von uns. Hier wird mit herrlicher Musik nur gelogen und das hat man im Alltag halt nicht - zu den Lügen eine geniale Musik von Johann Strauß dazu", meint er humorvoll.
Das Besondere an der Operette: Es gibt immer ein versöhnliches positives Ende und das ist dann gute Unterhaltung. Es gab früher eine Zeit, wo Unterhaltung immer von den Gescheitesten gemacht wurde und wenn die Gescheitesten dann blödeln, kann was Tolles herauskommen. Daher wünscht er sich für Langenlois auch, dass man mit künstlerischer Qualität und hohem Einsatz gute Unterhaltung für das Publikum herstellt. Ein Plus könnte auch sein, dass 2020 in Mörbisch Musical gespielt wird und alle, die Operette mögen (einige Tausend halt) sollen dann nach Langenlois kommen, meint er mit einem Augenzwinkern. Er kann aber nicht garantieren, dass es anspruchslos wird :-).
Zum ersten Mal wird mit Nicole Claudia Weber eine Regisseurin in Langenlois arbeiten. Die sehr erfahrene Frau arbeitete im Gärtnerplatztheater München, in der Oper Graz, in St. Gallen, jetzt inszeniert sie gerade in Gutenstein. Die musikalische Leitung wird Tscho Theissing übernehmen. Besetzung: Erwin Belakowitsch (Eisenstein), Cornelia Horak (Rosalinde), Roman Sadnik (Orlofsky), Christioph Wagner-Trenkwitz (Frosch).
Klemens Lendl bekam jetzt großen Gusto auf die Fledermaus und fragt sich: "Sind wir prominent genug, damit wir zur Premiere eingeladen werden?"
Antwort Wagner-Trenkwitz: Wir sehen uns am 23. Juli 2020 - könnt auch sein, dass ihr auch gleiche eine Rolle bekommt :-) Antwort Lendl: Im Operettenfach sind wir bewandert und Lieder über Menschen mit fragwürdigen Charakteren hätten wir viele :-)
Weiter geht's im Programm - das folgende Lied musste das Publikum musikalisch "durchschauen"... "denn jeder Mensch mocht des Söbe nur hoid auf sei Oart, drum nimm eam waunst wüst, oba niemois beim Wort..."
Wolfgang Kühn bringt nach einem tierisch guten Lied der Strottern auch seine Tiergeschichten zum Besten.
"Wos si a Viech so denkt", heißt die Literaturreihe von Wolfgang Kühn.
Daraus gibt's zum Beispiel eine Ungerechtigkeit, die zum Himmel stinkt: "Es war die Nachtigall und nicht die Lerche... oba olle reden's immer nur vom Lercherlschaß!"
Von der Liebe...
... von der Hoffnung und vom Glauben singen und spielen die Strottern. Alle drei sind mit einem Handikap behaftet :-)
Wie wohl so eine "Lydia" ausschauen mag...
... die Klemens und David als nächstes musikalisch beschreiben? Der Marx-Brothers-Klassiker „Lydia, the tattooed Lady“ gibt's auf wienerisch und man mag sich das alles gar nicht vorstellen, welche Geschichten die Haut dieser Dame erzählt :-)
Pfeif drauf, egal, wie das "peckte Mädl aus Wien" ausschaut, das Leben kann so schön sein.
Berechtigt viel Applaus gibt es am Ende der Matinée!
Auch das Publikum bekommt Lob von den Künstlern und so war es ein gelungener Kulturvormittag.
Ein grandioser Auftritt geht zu Ende!
Als Zugabe gab's dann noch ein Trio, wo Wolfgang Kühn dem "bladen Mond" mit den Strottern huldigte.
Diese Kulinarik erinnert an das Liebesgedicht zwischen Mitzi und Koarl auf wienerisch von Wolfgang Kühn: "Sie hot an Staund auf des Wiaschtl, an sogenannten Wiarschtlstaund." :-)
"Die Strottern" wiederum stehen auf Marillenknödel, die sie gerne ...
... bei Karl Schwillinsky bestellt hätten :-)
"Kultur in Langenloiser Höfen" ist eine gute Mischung aus regionalen, lokalen aber auch überregional bekannten Künstlern, die nächsten kündigen sich schon ...


Mehr Information unter: http://www.kulturlangenlois.at/

Fotos: Ulli Paur


STADTGEMEINDE LANGENLOIS
Rathausstraße 2
3550 Langenlois
Telefon: +43 2734 2101
Fax: +43 2734 2101 39
E-mail: stadtgemeinde(at)langenlois.gv.at
Homepage: www.langenlois.gv.at

Parteienverkehr:
Montag bis Freitag von 7.30 bis 12 Uhr
Dienstag von 13 bis 18.30 Uhr

Bürgerservicestelle:
Montag, Mittwoch, Donnerstag von 7 bis 16 Uhr
Dienstag von 7 Uhr bis 18.30 Uhr
Freitag von 7 bis 12 Uhr

Zur Navigationsleiste (ALT+7)
Casting X - CastingXHard X: Gonzo, Anal, DP, Hardcore Porn Network