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Gugelhupf trifft Fladenbrot

Das Lerncafe als beliebter Treffpunkt

In Langenlois wurde vor vier Jahren die Aktion "Flüchtlingshilfe" gestartet und wird bis heute erfolgreich gemanagt.
Es ist etwas ruhiger geworden um diese Gruppe, die aber nach wie vor sehr aktiv ist.
Gabrielle Erd und Wolfgang Almstädter als Hauptinitiatoren fühlen sich mit ihrem bewährten Team bis heute verantwortlich, Asylwerberinnen und Asylwerber in Langenlois und Umgebung in den Bereichen Wohnen, Leben, Arbeiten, Spracherwerb, rechtliche Beratung, ärztliche Betreuung, psychologische Unterstützung und Integration im weitesten Sinn, zu begleiten, zu beraten und zu unterstützen.
In diesen knappen vier Jahren wurden nicht nur menschliche Schicksale gemildert und dabei große Fortschritte erzielt, sondern auch unzählige Deutschkurse (Integrationsprüfungen) abgehalten, erfolgreiche Abschlüsse von A1 bis B1 erzielt und auch Schulabschlüsse gefeiert.
Somit ist das Lerncafe am Holzplatz gewissermaßen für einige ein Sprungbrett in die Zukunft.
Es wurden bereits fixe Arbeits- und Lehrstellen vermittelt, Kinder geboren und welche in die Volksschule erfolgreich aufgenommen. Asylwerber helfen auch regelmäßig im städtischen Bauhof und sind so eine wertvolle Unterstützung bei der Anlagen- und Friedhofspflege.
Fünf gegründete Wohngemeinschaften als weitere Form der Selbständigkeit funktionieren ebenfalls.
Im Lerncafe, auch Treffpunkt für lockere Begegnungen zwischen Asylsuchenden und der Bevölkerung, gab es am Mittwoch, dem 7. November 2018, eine nette Stunde, in der sich Bürgermeister Mag. Harald LEOPOLD bei den verantwortlichen Betreuerinnen und Betreuern bedankte und der zur Erfolgsgeschichte gratulierte.
Derzeit leben 56 ausländische Gäste in der Stadtgemeinde Langenlois, davon 29 aus Afghanistan, 11 aus Syrien, 16 aus Iran/Irak/andere Staaten.

Normalerweise heißt es "Gugelhupf trifft Fladenbrot" - heute stand Apfelstrudel neben anderen Köstlichkeiten auf der kulinarischen Lern-Cafe-Karte.
Dazu serviert Lama köstlich türkischen Kaffee.
Der Bürgermeister begrüßt die Lerncafe-Gäste herzlich...
... wird aber sofort vom kleinen Hirad, der hier geboren wurde, in Beschlag genommen :-)
Auch Armin fühlt sich in Langenlois sehr wohl.
Aufeinander zugehen ist die Devise. Im Lerncafe Langenlois ist das sowie plaudern, Kaffee trinken, essen, gemütlich beisammen sein, einander kennen lernen, Kontakte knüpfen, Geschichten hören, Freunde mitbringen und genießen möglich.
Fremde können immer Freunde werden.
Heute wird mit Kaffee begrüßt und dieses Getränk, das aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken ist, kommt auch aus der "Fremde", nämlich von Äthiopien über den arabischen Raum zu uns.
"Der ist nicht fremd, wer teilzunehmen weiß" - so einst Goethe und so heute Bürgermeister Mag. Harald Leopold, der in diesem Sinne an alle appelliert, den Anderen zu akzeptieren und offen zu sein für eine globale Welt, die es schon immer gegeben hat - nur sind halt die Völker in der heutigen Zeit viel rascher unterwegs. Wenn man sich gegenseitig auf Augenhöhe begegnet, ist ein vernünftiges Zusammenleben garantiert.
Ganz so ernst wie Clark Gable nehmen es der Bürgermeister und Dr. Charlotte Ennser nicht, denn von ihm stammte der Satz: „Ich lache niemals, bevor ich meinen Kaffee hatte.“
Vor dem Süßen vielleicht ein kleiner Imbiss aus Kichererbsen? Diese Falafel (frittierte Laibchen aus pürierten Kichererbsen mit Kräutern und Gewürzen) schmecken mit Humus (ebenfalls eine Spezialität aus pürierten Kichererbsen) besonders lecker.
Wolfgang Almstädter freut sich, dass heute so viele ins Lerncafe gekommen sind und beschreibt dem Stadtchef die aktuelle Situation.
Ihnen dankt der Bürgermeister besonders: Den freiwilligen Helfern der Flüchtlingshilfe Langenlois, die die Asylwerber tatkräftig unterstützen.
Auch dieser Familie mit schwerem Schicksal konnte geholfen werden und dieser junge Bursche mit besonderen Bedürfnissen dankt es jedem mit einem herzlichen Händedruck.
Hier leben wollen, verlangt natürlich auch, sich anpassen wollen. Das gelang in Langenlois bisher ganz gut.
Wie heißt es in der Europahymne so treffend, wo die Ode "An die Freude" zu zahlreichen Anlässen erklingt? "Alle Menschen werden Brüder!"



Fotos: Ulli Paur


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