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Großartige Loisiarte 2019

Zum 14. Mal fand in der Weinerlebniswelt LOISIUM die LOISIARTE statt. Der ORF-Radiosender ö1 kündigte am 19. April 2019 in einem hörenswerten Radiobeitrag im Kulturjournal dieses Kammermusik- und Literaturfestival der besonderen Art an, das von 20. bis 24. März 2019 an ausverkauften Abenden von vielen Gästen besucht wurde. Es wurde von Prof. Christian Altenburger gegründet, der alljährlich auch mit seiner Geige dort auftritt.

Auszug aus der Radiosendung....

"Die Weinerlebniswelt LOISIUM wird alljährlich zum Schauplatz der LOISIARTE. In den mittelalterlichen Kellergewölben und im modern designten Besucherzentrum trifft auch musikalisch Altes auf Neues und dazwischen stehen Lesungen auf dem Programm.
'Aus der Stille kommend' lautet der Leitsatz der heurigen Ausgabe, die von Donnerstag, 21. März bis Sonntag, 24. März 2019 dauerte. Heuer wurde dem estnischen Komponisten Arvo Pärt der Schwerpunkt gewidmet.

Sebastian Fleischer hat mit dem Geiger und Gründer Christian Altenburger über die Schwerpunkte der Loisiarte gesprochen.
 'Alle Musik kommt aus der Stille'. Auf jene von Arvo Pärt scheint das besonders zuzutreffen. Pärt, einer der bedeutendsten lebenden Komponisten, hat Ende der 1970iger-Jahre eine Technik namens Tintinnabuli entwickelt, die Musik auf das Wesentliche reduziert.
Wie dieses Wissentliche, gleichsam aus der Stille auftaucht, wird Christian Altenburger bei der Eröffnung der Loisiarte selbst vorführen. Gemeinsam mit der ihm verbundenen Silke Avenhaus wird er Arvo Pärts „Frates“ für Violine und Klavier aufführen.
Altenburger lässt sich dabei selbst auf eine neue Erfahrung ein. Erstmals spielt er ein Werk von Arvo Pärt.
'Man muss schon schauen, dass man mit diesem sparsamen Mitteln, mit denen Pärt komponiert,  zum einem Spielen findet, das eben sehr auf den Punkt gebracht ist, das sehr klar im Ausdruck ist, wo man auch ein sehr gutes Gefühl für den Rhythmus braucht, also für die rhythmische Stabilität. Das sind Dinge, da merkt man beim Arbeiten daran, dass dort die Intensität und der Ausdruck liegt.'
Der Rahmen, in dem Arvo Pärts Kammermusik, aber auch berühmte Chorwerke wie das „Nunc dimittis“ erklingen, ist fordernd und reizvoll zugleich. Zum Teil finden die Konzerte nämlich in einem der alten Weinkellergewölbe, der sogenannten Basilika, statt. Die klare Akustik dort unten gibt jeden Ton exakt wider und verzeiht keinen Fehler.
Christian Altenburger lernte diese Räume 2005 kennen, als das Weingut in Langenlois zur Weinerlebniswelt LOISIUM mit angeschlossenem Designhotel ausgebaut wurde. Der auch als Festivalkurator erfahrene Geiger wurde beauftragt, das LOISIUM kulturell zu bespielen.
'Es kam dann eben das Konzept und die Idee, dass wir die Tatsache, dass im LOISIUM die alten Keller mit der sehr modernen Architektur verbunden sind, dass wir das auch in den Programmen widerspiegeln. Daher kam die Idee, zeitgenössische Musik und alte Meister miteinander zu verbinden.'
So wird der Arnold Schoenberg-Chor, von Anfang an ein fixer Bestandteil der LOISIARTE neben Arvo Pärt auch Werke des Renaissancekomponisten Leonard Lechner zum Besten geben, während man Pärts Kammermusik jüngeren Meistern wie W.A. Mozart und Johannes Brahms gegenüberstellt."
 

Donnerstag, 21. März 2019

In Langenlois beginnt mit der LOISIARTE das Kulturjahr 2019!
Das Loisium als der kulturelle Leuchturm in den nächsten vier Tagen.
Zum vierzehnten Mal werden hochkarätige Konzerte und Lesungen angeboten.
Zur Premiere durfte Hausherr Gerhard Nidetzky, der "Vater der LOISIARTE", unter anderem die Ehrengäste Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, den künstlerischen Leiter Christian Altenburger, Bürgermeister Harald Leopold und Karl Steininger in der Weinerlebniswelt begrüßen.
Gekommen sind auch Generaldirektorin Elisabeth Stadler und Bezirkshauptfrau Elfriede Mayerhofer.
Auch Paul Gessl von der NÖ Kulturwirtschaft lässt sich diesen Kulturgenuss nicht entgehen.
Stellvertretend für Landeshauptfrau Mikl-Leitner eröffnet Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister diesen Kulturzyklus.
Die bewährte Moderation der jeweiligen Programmpunkte und Abende übernimmt seit vielen Jahren Wilhelm Sinkovicz, bekannt als Musikkritiker der Tageszeitung "Die Presse".
Der große estländische Komponist Arvo Pärt steht 2019 im Rampenlicht. Und mit diesem beginnt die LOISIARTE musikalisch. Silke Avenhaus und Christian Altenburger spielen "Fratres" mit Violine und Klavier.
Schauspieler Joachim Bißmeier liest aus Janis Ezerins "Der Turm".
Im zweiten Konzertteil wird die Basilika im Keller bespielt. Hier steht Antonin Dvorak am Programm. Christian und Lydia Altenburger (Violine), Thomas Selditz und Jevgenija Frolova (Viola), Patrick Demenga und Marta Kordykiewicz (Violoncello) bringen das "Streichsextett A-Dur, op. 48".

Freitag, 22. März 2019

Dieser besondere Gang führt die kulturinteressierten Gäste in die Basilika.
Am zweiten Abend der LOISIARTE wird nochmals kurz der estische Komponist Arvo Pärt vorgestellt, der damals schon auf "der Höhe der Zeit gewesen ist". Seine Musik hat eine enorme, meditative Komponente, die man heute auch in den Chorwerken erkennt.
Prät hat einen eigenen Musikstil geprägt und meinte: "Es genügt, einen Ton schön zu spielen!" Bei der LOISIARTE werden aber viele Töne wunderbar gespielt.
Ein fixer Bestandteil der LOISIARTE ist der Arnold Schoenberg Chor unter der Leitung von Erwin Ortner.
"Sprüche von Leben und Tod" (von Leonhard Lechner) ist das erste Chorwerk, das heute gesungen wird.
Maria Happel rezitiert aus Leon de Winters "Der Schmetterlingsfänger".
Alle sind begeistert und belohnen mit Applaus.
Durch den "Festsaal" geht es wieder in das Besucherzentrum.
In der Pause stärkt man sich für den zweiten Teil mit einem guten Glas Wein.
Und der wird heute in der Vinothek des LOISIUMS besonders beschallt. Ein "Ave Maria" oder besser gesagt "Virgencita" von Arvo Pärt fließt ein Stockwerk tiefer zum Publikum.
Für viele ein besonderer Hörgenuss!
"Jungfrau Maria von Guadelupe, errette uns..."
Bei einzigartigen Solis (Für Alina, Für Anna Maria und Ukuaru valss) brillierte Silke Avenhaus am Klavier.
"Das Hohelied Salomonis" von Leonhard Lechner ist ein gesungenes Liebeslied.
Da applaudieren natürlich auch stolze Eltern einer Sängerin, die den Chor verstärkt.

Samstag, 23. März 2019 - Vernissage

"Horizonte, Bildteppiche und Malerei" von Franka Lechner gibt es heute in der Weinerlebniswelt zu sehen.
Das Weben eines Bildteppichs ist ein sehr zeitaufwendiger Prozess, dem sich Franka Lechner seit vielen Jahren stellt.
Das Schaffen der Künstlerin interessiert auch diese drei Langenloiser.
Bei der Loisiarte werden verschiedene Ebenen des Geistes und der Sinne angesprochen. Hausherr Gerhard Nidetzky freut es, das trotz des herrlichen Frühlingswetters so viele zur Vernissage gekommen sind.
Die Kunsthistorikerin Elisabeth Voggeneder stellt die Künstlerin und ihre Werke vor.
Wer Webstühle geduldig bedient, kann dann derartig Schönes vorzeigen. Weben ist eine Tätigkeit, die sehr eng mit Zeit verbunden ist. Man bringt mit Sekunden, Minuten, Stunden und Tage einen Rhythmus in die Zeit und dieses Einteilen spielt auch beim Weben eine ganz große Rolle.
Franka Lechner versteht es besonders gut, Kette und Faden ineinander zu fügen. Das Thema "Zeit" taucht aber auch in ihren anderen Werken auf, besonders in ihren abstrakten Arbeiten, wo sie eben mit Elementen wie Rhythmus, Balken, Säulen, Fenstern, Strukturen und Ecken arbeiten, die einfach diese Fläche des Teppichs in eine Struktur wieder übersetzt. Es gibt nicht nur Abstraktes in ihren Werken, sie lässt sich auch von Landschaften inspirieren und übersetzt ihre Eindrücke in dieser speziellen Form. In letzter Zeit lässt sie das Thema der "Grenzen" in ihre Arbeiten einfließen und ist auch ein Schwerpunkt dieser Ausstellung.
Franka Lechner wurde 1944 in Wien geboren und verbrachte ihre frühe Kindheit in Südamerika. Sie absolvierte ihre Schulzeit in Wien und studierte Malerei an der Akademie der bildenden Künste bei Sergius Pauser. Danach experimentierte sie neben ihrer malerischen Arbeit auch mit textilen Techniken und kam so zur Bildweberei (Tapisserie).
Während draußen ein "Hochfrühlingstag" die Menschen erfreut, wird im Loisium das Gedicht "April" vorgetragen: "April, du rührtest die Herztrommel. Aus den Händen steigt Musik. Draußen heben die Vögel die Köpfchen und zwitschern. Der Birnbaum ruft sein weißes Liebeslied." Damit wird zum nächsten Programmpunkt übergeleitet.
Christian Altenburger kündigt den kleinen musikalischen Beitrag zur Vernissage-Eröffnung an. H.K. Gruber und Silke Avenhaus werden Chansons von Kurt Weill und Hanns Eisler zum Besten geben.
Vier Lieder wurden vorbereitet, darunter die "Ballade vom Neger Jim".
Während dieser Notenwender die Seiten für Silke Avenhaus sensibel umblättert...
... kommt als nächstes Lied von Hanns Eisler, nämlich die "Ballade vom Säckelschmeißer".
Für seine Frau Franka Lechner singt er jetzt den "Surabaya Johnny" von Kurt Weill.
Und mit dem "Song of the Rhineland" wird der musikalische Part beendet.
Dann wird der Vorhang für die Kunstwerke gelüftet.
Franka Lechner wohnt in Rosenburg. Auch die Schafe, die diese Wolle liefern, kommen aus dem Kamptal. Dann wird diese noch eigens von ihr gefärbt und zu diesen Wandkunstwerken gewebt.
Hier wird zwischendurch über ein anderes Kunstwerk debattiert. Immerhin steht in Langenlois 2020 der Gartensommer an und da überlegt man sich schon die eine oder andere Skulptur.
Franz Stanislav Mrkvicka von der sommerGalerie Zöbing unterhält sich sehr gerne mit Künstlerinnen und Künstlern.
Gespräche sind ja auch sehr wichtig bei Ausstellungseröffnungen. Nur dabei erfährt man die Gedankengänge der Ausstellerin.

Samstag, 23. März 2019

Es ist Abend geworden und Ulrike Brandner-Lauter (zuständig für die Organisation der LOISIARTE) wartet mit Gerhard Nidetzky bereits auf den nächsten Programmpunkt.
Durchs verheißungsvolle Tor in die "musikalische Unterwelt" ...
... gehen wieder sehr viele Gäste - auch die dritte Veranstaltung ist ausverkauft.
Christian Altenburger ist mit seinem Quintett an der Reihe ...
... und legt die Noten für "Solfeggio" und "Psalom" auf.
Wieder viel Beifall gibt es für ihn, seine Frau Lydia...
... sowie für Thomas Selditz und Patrick Demenga.
Langenlois hat heute Glück, denn Florian Teichtmeister liest trotz "Männergrippe" :-)
Der bekannte Schauspieler mit Langenloiser Wurzeln entführt das Publikum in den "Weltraum" und rezitiert aus dem Buch "Atlas eines ängstlichen Mannes" von Christoph Ransmayr.
Er nahm alle mit auf eine Kahnfahrt in Neuseeland. "Ich sah eine samtschwarze, von unzähligen Lichtpunkten tätowierte Finsternis über mir. Ein scheinbar grenzenloses, bis an die Grenzen des Alls ausgespanntes Firmament...
Gott sei Dank wächst unter diesem Firmament auch guter Wein, der in der Pause besprochen wird.
Die Pausenglocke hat bereits drei mal geläutet - weiter geht es ...
... dem Klarviertrio H-Dur, op.8, von Johannes Brahms.
Klaviertrio: Silvia Avenhaus, Patrick Demenga und Christian Altenburger.
Allegro con brio, Scherzo, Allegro molto - Trio. Meno Allegro, Adagio, Finale. Allegro
Applaus und...
... gute Nacht, denn morgen geht es bereits um 11 Uhr weiter.

Sonntag, 24. März 2019

Ein neuer Tag...
... ein neues Glück - zumindest was das gebotene Kulturprogramm verspricht.
Die Ankündigung des ö1-Tour-Busses regt zum Nachdenken an.
Also raus aus den Federn, Augen auf...
... und das Angebot des guten Kaffees sowie das Kulturprogramm der LOISARTE annehmen.
Die Mikrophone und Scheinwerfer samt Techniker sind startklar...
Angelika Messner (verantwortlich für die Dramaturgie) kann aufatmen - bisher klappte alles wie am Schnürchen.
Im Hintergrund werden noch die Instrumente gestimmt.
Wilhelm Sinkovicz erläutert heuer zum letzten Mal das heutige Programm und stellt Arvo Prät sowie Claude Debussy und Wolfgang A. Mozart in den Mittelpunkt der heutigen Matinee.
Die Sonate für Violoncello und Klavier...
... meistern gekonnt Silvia Avenhaus und Patrick Demenga.
Die Schauspielerin Petra Morzé liest erstmals in Langenlois.
Sie lädt indirekt zum Träumen ein.
"Zwölf Geschichten aus der Fremde" schrieb der kolumbianischen Literatur-Nobelpreisträgers Gabriel García Márquez. Sie wählt "Ich vermiete mich zum Träumen".
Die Noten für die nächsten Werke liegen bereit.
Mit dem Klavierquartett Es-Dur, KV 493, von Mozart klingt die 14. LOISIARTE aus.
"Jedes Musikinstrument erzählt seine eigene Geschichte, wir müssen sie nur übersetzen und teilen."
"Die Musik wirkt wie die Sonne, die alle Blumen des Feldes mit ihrem Strahlen zum Leben erweckt." Khalil Gibran
Musik, Literatur und Wein sind besondere Geschmackserlebnisse, die man in Langenlois immer wieder genießen kann.

Sonntag, 24. März 2019

Die LOISIARTE hat natürlich auch ein Herz für die Kleinen.
Albert Landertinger und das Linzer Torten Orchester lassen die Kinder beim Stück "Inspektor X. Die gestohlene Halskette" mitspielen.
Wer jetzt so richtig Lust auf die nächste LOISIARTE bekommen hat, der darf sich freuen. Sie findet von 19. bis 22. März 2020 im LOISIUM statt. Nach György Kurtág (2018) und Arvo Pärt (2019) wird es im kommenden Jahr wieder zeitgenössische Kompositionen aus Österreich geben. Mit Kurt Schwertsik, Richard Dünser, Helmut Schmidinger und Johanna Doderer werden vier ganz unterschiedliche Künstlerpersönlichkeiten vertreten sein und einen kleinen Einblick in die gegenwärtige musikalische Landschaft Österreichs ermöglichen. Also rechtzeitig Karten besorgen.



Fotos:
Donnerstag, 21. März 2019 (DI Robert Herbst)
Freitag, 22. März 2019 (Ulli Paur)
Samstag, 23. März 2019 (Ulli Paur)
Sonntag, 24. März 2019 (Matinee Ulli Paur)
Sonntag, 25. März 2019 (Kindervorstellung Ulrike Brandner-Lauter)


STADTGEMEINDE LANGENLOIS
Rathausstraße 2
3550 Langenlois
Telefon: +43 2734 2101
Fax: +43 2734 2101 39
E-mail: stadtgemeinde(at)langenlois.gv.at
Homepage: www.langenlois.gv.at

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