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"Fünfeckat & Kroasrund" - neues Projekt am Weinweg

Im Woidviertl muasst...
... Steine klauben - eine scheinbar sinnlose Tätigkeit. Wegschaffen kann auch ERSCHAFFEN sein
... mit kargem Boden leben. Wer steinreich ist, kann für sich ALLES erbauen
... hart arbeiten. Be- und bodenständige Arbeit in der Natur ERFÜLLT
... in die Arbeit auspendeln. Stein, Holz & Glas boten JAHRHUNDERTE das Auslangen für Menschen.

Im Woidviertl - sprich in Langenlois - mocht ma...
... eine fünfeckige Stein-Pyramide mit Holz- und Glaselementen:
Fünfeckig bedeutet umständlich, kompliziert, langsam

Ideengeber waren die Kreisgräben in Schiltern - nur baut man hier nach oben.

Zu Beginn des Langenloiser Weinweges (Weingarten Loisium Allee) kann dann der Wanderer dort pausieren und die Hektik eintauschen, indem er in den Himmel, zu den Sternen oder einfach ins "Narrnkastl" schaut und sich dabei im Weitblick des Waldviertels verliert und sich selbst(sinn-) loslässt.

So steht es im Ausstellungskatalog vom Waldviertelfestival 2018.
Mit einer einzigartigen Installation einer Stein-Pyramide machen die ARGE Trockenstein, Dry Stone Wall Association of Ireland, Steinkünstler Christian Helling, Renate Löbbecke, das Loisium, die Gartenbauschule,die Weinbauschule Krems und die Weinstadt Langenlois auf sich aufmerksam.
Am Sonntag, 3. Juni 2018, wurde zum "Morgen des Grundsteines" eingeladen.

Der Himmel am Sonntagmorgen hätte sich nicht prächtiger über Langenlois spannen können.
Denn hier fand heute die Grundsteinfeier für ein außergewöhnliches Projekt statt.
Mag. Rainer Vogler (Veranstalter und Projektleiter), Willi Lehner (Viertelsmanager Waldviertel), Bürgermeister Mag. Harald LEOPOLD und Ing. Franz Fuger (Direktor der Gartenbauschule Langenlois), haben sich bereits eingefunden.
Dort oben wurde der Standort für das einzigartige Projekt ausgewählt. Die dort stehende Weinharfe wurde weiter nach oben versetzt.
Für dieses Projekt sind sogar Steinkünstler aus Kanada angereist.
Vorab informiert Mag. Vogler den Bürgermeister, was es mit dieser geplanten Stein-Pyramide auf sich hat. Die Schilterner Kreisgrabenfunde waren der Ideengeber für dieses Projekt, das jetzt in umgekehrter Form verwirklicht wird. Statt kreisrund wird das Gebäude fünfeckig, hoch statt tief und Stein statt Erde.
Viele Interessierte kommen da heute, um zu sehen, was hier entsteht.
Zum Gelingen dieser Stein-Pyramide werden auch Iren beitragen.
Bemerkenswertes Detail am Rande: Die Vegetation ist heuer schon um Wochen voraus. Die Weinblüte findet normalerweise im Juni statt, wenn es heuer mit dem Wetter so weitergeht, können die Winzer wahrscheinlich ihre Weinernte früher einbringen.
So wie die Weintrauben heuer besonders hervorstechen, wird es auch ein ebensolches Steinprojekt inmitten der Weinstöcke.
Während 25 Steinmaurer und -Künstler bereits seit 30. Mai hier arbeiten...
... und Stein auf Stein legen...
... bzw. genau vermessen ...
... und kontrollieren, ob die Statik passt...
... hat Mag. Vogler, der Projektleiter offensichtlich auch den Stein der Weisen gefunden, den man gleich einbaut.
Diese Herren warten auf die perfekten Steine und die...
.... werden entlang der Seestraße auf einem Gemeindegrundstück akribisch dafür behauen und vorbereitet. Eine wahrlich mühsame Arbeit ist in schwerer Handarbeit zu erledigen.
Stein und Glas - beides Produkte aus dem Waldviertel, werden hier verwertet.
Viele Hände schaffen zwar bei dieser mühsamen Tätigkeit noch kein rasches Ende...
... aber zumindest schon sichtbare Mauererfolge.
Willi Lehner, der Waldviertel-Manager des Viertelfestivals, begrüßt alle Teilnehmer und Gäste. Das heurige Motto dieser großen Veranstaltung lautet "Narrnkastl schauen". Möge auch die Stein-Pyramide nachhaltige Impulse für das Kulturgeschehen in Langenlois auslösen und sich hier viele hinsetzen, die sich im Blick für die Weiter verlieren.
202 Kunst-Projekte wurde eingereicht, 68 davon können umgesetzt werden, Langenlois ist dabei und wird ein bleibendes Kunstwerk bekommen.
Mag. Rainer Vogler bemerkt, dass sich hier auf Langenloiser Boden historische Gedanken treffen, die in einer extrem wilden Steinmischung zusammengefügt werden. Hier wird etwas gebaut, dass es weltweit noch nicht gibt, nämlich eine Steinhütte mit einem fünfeckigen Grundriss.
Bürgermeister Mag. Harald LEOPOLD, der selbst noch in einem aus Steinen gemauerten Winzerhaus aufwuchs, ist von diesem Projekt schwer begeistert. Er bedankt sich in diesem Zusammenhang bei Winzer Karl Steininger, der hier seinen Weingartengrund zur Verfügung gestellt hat, aber auch bei allen Sponsoren, die dieses Stein-Haus ermöglichen.
Ein irisches Filmteam wird diese Arbeiten in Langenlois in einem speziellen Dokumentarfilm berücksichtigen.
Auf Arbeiten mit Stein in einem Steininger Weingarten muss man natürlich mit einem edlen Tropfen aus dem Winzerhaus Steininger anstoßen. Daher schleppt der Veranstalter jetzt zur Abwechslung nicht Stein, sondern Flaschen.
Danke Karl Steininger für beste Kooperation!
Herzlichen Glückwunsch zum Projekt und zum Geburtstag des Vizebürgermeisters, der heute zwar nicht steinalt, aber wieder um ein Jahr älter wurde.
Alles Beste für Poldi!
Kroasrund sind auch die Gläser, mit denen die Gäste bewirtet werden.
Stein auf Stein - das hält felsenfest.
Dipl.Ing. Georg Samek war für die Planeinreichung zuständig. Ein derartiges Projekt muss ja auch behördlich abgesegnet werden.
Während sich Helmut Schieder, Mitarbeiter der Gartenbauschule Langenlois und Steinework-Shop-Verantwortlicher, hier mit Künstlerin Renate Löbbecke, unterhält, die bei diesem 4. Europäischen Workshop für Trockensteinmauern einen Vortrag zu Kragkuppelbauten gehalten hat...

... packen die Tüchtigen bereits wieder fest zu...
Hier wird kein Mörtel und kein Bindemittel verwendet. Dieses Aufschichten von losen Steinen ohne Mörtel ist die älteste Form des Steinbaus.
Stein für Stein wird hier sorgfältig aufgeschlichtet und dazwischen wieder mit Stein gestützt.
Da schwingen auch begeisterte Steinmaurerinnen den Schlägel.
Angeblich gibt es weltweit keine fünfeckig geschlichtete Stein-Pyramide.
Fleißige Hände machen dies in Langenlois möglich.
Mit Schablonen werden die benötigte Steingrößen ausgemessen.
Eingesetzt wird unter anderem Waldviertler Granit.
Tagelanges Behauen der Steine klang in etwa wie das Zusammenstoßen von Weingläsern. Diese Vorarlbergerin geht hier behutsam vor, denn ein falscher Schlag und die ganze Arbeit muss wiederholt werden, wenn der Stein zerspringt.
So schaut es dann aus, wenn man Fotografinnen auf die Schaufel nimmt :-) (Foto: DI Georg Samek).
Noch sieht man vor lauter Steinkünstler und Gäste noch nicht viel. Mehr davon aber ab 20. Juni.
Ein Bürgermeister ist zwar kein noch kein Baumeister - aber Übung macht den Meister :-)


Am Mittwoch, 20. Juni 2018, findet dort ab 9 Uhr der "Tag der Steintherapie statt.
Freitag, 27. Juli 2018, 18 Uhr: Die Nacht des Träumens. Aufführung Living Plants, Open-Air-Kino, Weindegustation
Samstag, 4. August 2018, 17 Uhr: Der Abend des Sternen- und Glasschauenes mit Verkostung von Waldviertler Produkten.

Infos bei Veranstalter Mag. Rainer Vogler, Tel.: 0676 59 57 626
www.viertelfestival-noe.at/fuenfeckat-kroasrund

Fotos: Ulli Paur


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