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"Fräskante" - Kabarett da capo

Vom großartigen Musiker Beethoven bis zum Wundernagetier Nacktmull war an diesem Kabarettabend alles dabei.
Andreas Nastl, "passionierter Krückengeher" (sein O-Ton) und ehemaliger Langenloiser Kulturstadtrat, gab nach seinem ersten ausverkauften Kabarett-Soloprogramm im November des Vorjahres am Valentinstag 2020 dem Publikum in einem neuerlich ausverkauften Arkadensaal eine zweite Chance, über seine Gedanken zum Thema Gott und die Welt (Sicherheit, Barrierefreiheit, Gesundheit, Politik Umwelt, Gesundheit Vergangenheit und Zukunft) nachzudenken und zu lachen.
Sein Programm "Fräskante" rüttelte auf und machte munter.
100 Minuten Alltag hat er humorvoll gespickt und mit dem beispielgebenden Gaffer-Band abschließend darauf hingewiesen: "Hoits de Wöd und den Frieden zaum."
Eine sehr zufriedene Hundertschaft gratulierte mit Applaus zum neuerlichen Erfolg.
Krönender Valentinstags-Abschluss: Unter 14 Sesseln waren Seidenröschen versteckt, die man bei ihm am Schluss des Kabarettabends gegen eine echte Rose eintauschen konnte.

LAKULT, der Langenloiser Kulturverein, präsentierte am 14. Februar 2020 heuer bereits seine zweite Veranstaltung (und die dritte lässt nicht mehr lange darauf warten).
Beim ersten Mal im November nicht dabei, dafür heute Karten bekommen: Die Zöbinger Runde freut sich auf einen interessanten Abend.
Dafür steht der Verein...
Das BIO-Weingut Grillmaier sorgt für die "kulinarische Untermalung".
Auch gut gelaunte Schilterner sind im Publikum zu finden. Rugus-Chef Alois Huber hat sich seinen Platz schon gesichert.
Alle warten gespannt auf die One-Man-Show des humoristischen Lokalmatadors.
Mathias Fürpass, Obmann von LAKULT, freut sich, das heute Andi Nastl als Vereinsmitglied den Abend bestreitet. Andi Nastl, der "ewig" das aufschreibt, was ihm und anderen einfällt, hat einiges schon in Büchern festgehalten und dieses Mal in Kabarettform - man darf gespannt sein.
Bevor es losgeht, lädt LAKULT bereits zum nächsten Event ein: Am 14. März 2020 spielen und singen Alex Miksch & Anna Anderluh im Langenloiser Arkadensaal um 19 Uhr auf. Karten dafür gibt es bereits im Kulturbüro.
Mit den Worten "Wos is scho wieda, wos i los, wos, wo bist'n, is ka Nocht a Ruah…?" beginnt der Kabarettabend.
"Ka Nocht is a Ruah, wos wüstn scho wieda? Jede Nocht geht des so dahin...!" Es folgt ein Dialog mit dem "Wiggerl" Beethoven.
Jede Nacht erscheint ihm Beethoven, der auch vergebens versucht, das Wirtshaus in Langenlois zu finden.
Andi Nastl dürfte auch der Einzige sein, der Beethovens Nasenflötenwerk würdigt.
Praktisch war dieses Instrument beim Komponieren. Und zu Beethovens Ehre gibt's ein kleines Medley, gekonnt auf der Nase geblasen von Andi Nastl.
Nach der musikalischen Einlage fährt Nastl im Programm fort.
Als großer Kabarettfan hat er sich für den Titel "Fräskante" entschieden, der etwas verwirrend für manche ist. Fährt man achtlos über diese Asphaltkante bei einer zu sanierenden Straße, kann es etwas rumpeln.
Und dieses Aufrütteln und Munterwerden ist auch der Sinn des heutigen Abends. Einen Abend hat er es bereits vor vielen Leuten geschafft, heute versucht er es neuerlich ein zweites Mal und wer weiß...
Am virtuellen Flipchart (das man nicht sieht) zeigt er seine heutigen Programmpunkte auf, die Spuren von Wahrheit beinhalten kann :-)
Seine heutige Agenda beinhaltet folgende sieben Punkte: Sicherheit, Gott und die Welt, Barrierefreiheit, Politik, Umwelt- und Gesundheit, Blick in die Vergangenheit und Ausblick in die Zukunft.
"Z'tot g'fiarcht is a gstorbn". Er nimmt in seinen Ausführungen zum Beispiel die Flug- und Terrorangst aufs Korn und hat noch von keiner Leiche gehört, die nicht an Herzversagen gestorben ist. Besonders gefährlich kann auch das "Wimmerlausdrücken" sein, denn es kann zu einer Sinusvenenthrombose im Gesichtsfeld kommen - nicht umsonst heißt die Zone dort "Triangle of danger".
Als Alleinunterhalter ist er auch für seine Requisiten verantwortlich.
Total optimiertes Programm: Als Spezialist beschreibt er die Tücke mit der Krücke. Selbst wenn diese Gehhilfe von der TU Berlin entwickelt wurde und optimiert ist, verwendet er lieber doch jene von der Krankenkasse :-)
Mir Blick gegen den Himmel hinterfragt er biblische Angelegenheiten :-)
Oft wird er gefragt, wie er mit seiner Behinderung "umgeht"...
Und so ging er halt... nach links und nach rechts und nach hinten und nach vorne...
Recht viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen, außer vielleicht, dass er noch zum Golfspielen anfangen könnte, um sein Handicap zu verbessern ;-)
Kurz gibt es dann noch eine kurze emotionale Zuschaltung von der ZIB. Nastl möchte doch auch kurz Sympathieträger sein und fährt mit seinem Rollstuhl frei nach Hermann Leopoldi Ringlspiel :-)
Außerdem kann ein "Klima-Wandl" auch so ausschauen, zumindest bei Kabarettisten :-)
Applaus gibt es natürlich immer wieder zwischendurch!
Beim Millionen Jahre alten Steinsalz steht ein Ablaufdatum am Packerl, beim Glückskeks vom Chinesen nicht. Nastl kann sich das daher nur so erklären: "Glück hat eben kein Ablaufdatum".
In Zeiten wie diesen sind chinesische Glückskekse wahrscheinlich aber nicht so der Renner, daher lässt er lässt das Packerl zu.
Man muss das Leben mit Humor nehmen und Nastl tut es: "Die Wirbelsäule vom 'archaeopteryx' schaut so aus wie meine! Nur dass ihr eine ungefähre Vorstellung von meiner Behinderung habt - die Federn müßt ihr euch halt wegdenken."
Interessantes zum Thema Gesundheit erfährt man auch über die Nacktmulle. Diese wirklich unschönen Tiere glänzen mit ihren inneren Werten und können zum Beispiel nicht an Krebs erkranken.
Der ehemalige Rechnungsrat, der die Venus von Willendorf möglicherweise als prähistorischen Pornostar einordnet, schließt mit einem Gafferband ab: "Fällt die Welt einmal auseinand, zusammen hält sie das Gafferband." Daher schließt er mit der Empfehlung: "Hoit ma uns und de Wöd zsaum!"
Berechtigter Applaus für diese Performance von Andreas Nastl, die eine Stunde, 45 Minuten und 47 Sekunden Durchhaltevermögen voraussetzte.
Und jetzt sind alle nochmals kurz gefordert: Anlässlich des heutigen Valentinstag sollte man unter die Sitzfläche schauen...
… wer dieses kleine Seidenröslein ertastet...
… bekommt vom Protagonisten des heutigen Abends eine Rose geschenkt.
Die Freude bei 14 Gästen (14.2.2020 = Valentinstag) war groß.
Die Überraschung war groß und ist gelungen.
Andi Nastl erzählte auch aus seiner Kindheit, wo in seine Schwester begleitete.
Der zweite Kabarettabend ging erfolgreich zu Ende - möglicherweise bedeutet diese Geste die Anzahl der Fortsetzungen :-)
Gemütlich klingt die Veranstaltung im Arkadensaal aus.
Die Vereinsvertreter von LAKULT und Andreas Nastl sind auch über den Erfolg des zweiten Abends sehr erfreut.


Mehr Infos zu LAKULT: http://www.lakult.at/

Fotos: Ulli Paur


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