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Erlebnis-Zeitreise durch die Topothek

Vor genau einem Jahr wurde die Topothek Langenlois der Öffentlichkeit vorgestellt, in der von der Bevölkerung zur Verfügung gestelltes privates Bildmaterial aus längst vergangenen Tagen online für alle präsentiert wird.
Seit 8. November 2018 ist es fix: Die Langenloiser Topothek hat quasi Nachwuchs bekommen: Zum einen konnte die überaus interessante Foto - und Dokumentensammlung bereits auf mehr als 1.500 Bilder erweitert werden.
Zum anderen hat die Topothek-Leiterin Mag. Dorli Demal eine/n "Loisi" geboren. Mit dieser liebenswerten, imaginären Figur begaben sich mehr als 120 Gäste, darunter viele Leihgeber von Fotos, auf eine Alltags-Zeitreise.
Man erlebte im Arkadensaal an einem kurzweiligen Abend im Rahmen des "Langenloiser Herbstes" viele Lebensgeschichten in Bildern.
Wie heißt es so treffend: "Wir machen Fotos von Momenten, um ein Rückfahrticket zu ihnen zu haben!"

Die Topothek Langenlois als Online-Archiv öffnet einen neuen Zugang zur facettenreichen Geschichte der Stadt Langenlois.
Und einmal mehr musste man früh dran sein, um bei diesem interessanten Abend noch einen Sitzplatz zu bekommen.
Das freut natürlich die Stadtgemeinde Langenlois als Veranstalter ...
... und Mag. Dorli Demal als Topothekarin sehr, die ihre Gäste persönlich begrüßt.
Kino gibt es in Langenlois keines mehr, umso voller ist der gut genutzte Arkadensaal. Alle sind daher gespannt, was "Loisi" alles erlebt hat.
Nachdem alle herzlich begrüßt wurden...
... weist Mag. Demal aus gegebenem Anlass noch darauf hin, dass alle Dokumente (Fotos, Texte, Audiodateien, Filme), die auf der Topothek stehen, urheberrechtlich geschützt sind. Ein Kopieren und Vervielfältigen, in welcher Art auch immer, ist rechtlich nicht gestattet. Wer Interesse an einem Foto hat, sollte sich an die Topothekarin wenden, sie wird eine Lösung finden.
Die Topothek ist kein klassisches Archiv, das die Geschichte von Langenlois in Bildern widerspiegelt, sondern ein interessantes Sammelsurium ohne roten Faden. Auch wenn heute kein historischer Abriss zu erwarten ist, so sieht man gleich beim ersten Foto aus dem Reiseskizzenbuch von Friedrich Bernhard Werner, Langenlois um 1710: "Langenlois, ein schöner und großer auch volkreicher Markt in Österreich, ein Meil wegs von Krems liegt in dem völligen Weingebirge (Nr. 1 die Pfarrkirche, 2 ein Franziskanerkloster, 3 Spital).
Die Lebensgeschichte von "Loisi" könnte mit der allseits bekannten und tüchtige Hebamme Gisela Rosenstingl begonnen haben.
Einer unglaublichen Anzahl von 2.590 Müttern half sie, ihre Kinder zur Welt zu bringen. Die Landzeitung berichtete 1967 über sie.
Das Baby wächst heran und wird zum kleinen Fräulein :-)
Und ehe man sich versieht, ist das kleine Fräulein Mutter und Großmutter - tja, die Zeit macht eben keine Sekunde Halt.
Der Ernst des Lebens beginnt und ist in dieser Zeit den Menschen ins Gesicht geschrieben :-(
Die Zeiten waren nicht einfach, auch nicht für diese Familie in der Zwettler Straße.
Kein Lachen, denn wie wird die Zukunft werden? Diese Familie emigrierte nämlich am 7. Mai 1904 in die USA. Die Schwester dieses Herrn blieb in Langenlois zurück.
Sie haben es probiert, ernst zu schauen, wissen aber, dass der Sinn des Lebens ist, glücklich zu sein :-)!
Ob die Kinder 1937 so fröhlich waren, kann nicht wirklich behauptet werden.
Die Stimmung 20 Jahre später war sicher schon entspannter im Kindergarten Langenlois, wo es damals noch ein Schwimmbecken gegeben hat.
Nach dem Kindergarten fängt "Loisi" in die Schule an, und derer gab es einige in der Gemeinde.
Hier die Volksschule, die damals im heutigen Mittelschulgebäude unterbracht war.
Es hatte jeder Ort eine Volksschule - auch Mittelberg.
Bei diesem Sternsingerfoto gab es wieder lautes Gemurmel im Saal, denn man erkennt wieder einige bekannte Gesichter :-)
Diese Abschlussfotos in der Hauptschule vor dem Turnsaal waren legendär.
Ehemalige Lehrer im Publikum sind ebenfalls vertreten.
Man glaubt es kaum, aber damals gab es schon tolle Schulausflüge zur Ruine Kronsegg mit dem Rad.
Nach der Hauptschule ging es für die größeren Mädchen in die Haushaltungsschule in Haindorf.
Dieses Gebäude war ursprünglich der Gutshof Haindorf "Oberes Schloss" und die Wohnung des herrschaftlichen Gutsverwalters. 1899 kaufte es die Gemeinde und sie wurde vor dem ersten Weltkrieg noch die "NÖ Landeswinterschule für Obst- und Weinbau", später wurde es als Bauhof der Gemeinde genutzt. Heute befinden sich darin viele Wohnungen in der Haindorfer Straße.
Kinderarbeit war in früheren Zeiten gang und gäbe.
Sie durften aber alle auch Kind sein, wie hier der Kinderfasching im Hause Lindermaier 1965 aufzeigt.
Damals wie heute: Heimliche Rauchpause gibt es immer.
Damals stand der Bursche rechts im Bild - heute kann Leopold Kuntner darüber herzlich lachen.
Einige Herren auf diesem Bild hätten sich nicht gedacht, dass sie einmal die Gemeindepolitik mitgestalten, wie z.B. Hubert Meisl, Gerald Eder, Dr. Elmar Menigat.
Gerald Eder ist noch aktiver Politiker...
... Hubert Meisl kann sich nach zehn Jahren Bürgermeisteramt schon gemütlich zurücklehnen.
Auch ein Foto, das man mit Wehmut betrachtet: Zu sehen noch OSR Wolfgang Demal (+), Kom.Rat Kurt Renner, und Mag. Aschauer (+).
Freizeitmöglichkeiten beim Kamp sind seit jeher beliebt.
Was viele nicht wussten: Es gab auch in Reith ein Bad, erbaut 1935 von Dr. Josef und Dr. Pankraz Schuhmeister...
... mit der Eröffnung des Schönberger Bades wurde diese Abkühlungsmöglichkeit im 30 x 10 Meter großen Becken dann aufgelassen.
"Loisi" konnte sich aber anderorts sportlich betätigen...
Tanzveranstaltungen standen früher hoch im Kurs.
Wer nicht gerade tanzt, singt im Liedertafelchor...
... diese beiden Herren schon sehr lange.
Lustig geht es auch immer bei LALO, der Faschingsgilde zu - hier ihr erster Auftritt vor 26. Jahren.
Darüber schmunzeln Vizebürgermeister Ing. Groiß und Wolfgang Schwarz.
G'sungan und g'spüt: Das Langenloiser Tanzorchester war ein legendärer Klangkörper.
Heute spielen zum Beispiel die Edelreiser auf.
In der Freizeit konnte man sich aber auch beim Roten Kreuz engagieren.
Das Kinoprogramm war sehenswert :-)!
1918: Ein denkwürdiges Jahr - diese Kinder mussten schon zur Musterung.
Eine der schlimmsten Zeiten begann...
Was soll ich nach der Schule werden? Es gab viele Möglichkeiten - Konditor, Schuster, Schneider, Sattler, Tapezierer, Elektriker, Buchdrucker ...
... Weinhauer und -Händler...
... Fleischhauer, Essigsieder, Wildbrethändler, Apotheker...
... oder Gemeindebedienstete/r!
Manche wollten Rennfahrer werden...
... und haben es auch fast geschafft :-)
Zu schnell fahren sollte man halt nicht, denn dann wird man mit diesen Herren der ehemaligen Gendarmerie konfrontiert.
Diese beiden Damen schmunzeln...
... wenn sie dieses Bild sehen.
Hier ist offensichtlich ganz Reith auf den Beinen und im Bild :-)
Schneiderin wäre für "Loisi" noch eine Berufschance.
... den Mädels waren immer schon besonders tüchtig, wie die Seitl-Töchter bewiesen.
Karoline Seitl hat so gar ihr Binder-Lehre mit dem Gesellenbrief und sehr gutem Erfolg abgeschlossen.
Wer genug Geld verdiente, konnte sich ein Haus bauen, zum Beispiel in der Hochedlingergasse, wo früher noch der Mühlbach durchgeflossen ist.
So eine Katastrophe - zwei große Feuersbrünste gab es in Langenlois, wo viele Objekte den Flammen zum Opfer fielen - hier sieht man die Schäden in der Walterstraße nach dem Brand am 19. April 1911. Im Juli des selben Jahres standen Häuser in der Bahnstraße in Flammen.
Und viele können sich noch an den großen Brand in den Sax-Werken erinnern. Damals waren 18 Feuerwehren mit 26 Fahrzeugen und 268 Männern im Einsatz.
Feuer und Wasser können große Schäden anrichten. Hier glaubt man, es ist der Kamp - 1970 über die Ufer getreten ist aber da der Loisbach .
Und dies ist keine Winteraufnahme, sondern der Kornplatz am 22. Mai 1990, nach einem argen Hagelunwetter.
All diese Bilder erinnern an die jüngste Unwetterkatastrophe in Kärnten und Südtirol.
Vieles gäbe es noch zu bestaunen, doch dies ist ja jedem möglich, indem er in der Topothek Langenlois herumschmökert.
Knapp 250 Bilder ließen die Vergangenheit Revue passieren. Bürgermeister Mag. Harald LEOPOLD gratulierte Topothekarin Mag. Dorli Demal sehr herzlich für diese gelungene Zusammenstellung und bedankte sich für dieses ehrenamtliche Engagement.
Auch Kulturstadträtin Mag. Brigitte Reiter war von dieser Bilder-Stunde sehr angetan.
Beim abschließenden gemütlichen Teil...
... gab es viele Bilder nachzubesprechen :-)
Langenlois lebt bereits die neue Kampagne „Schau rein und huck di zuwa“ :-)
Man stoßt auf diesen gelungenen Abend an und kann gespannt sein, ob es im nächsten Jahr eine Fortsetzung gibt. Dann wird "Loisi" hoffentlich wieder nette Geschichten aus seinem einstigen Alltagsleben erzählen. Diese beiden jungen Damen freuen sich schon drauf.
Das Wichtigste kommt zum Schluss: Allen Leihgebern sei herzlichst gedankt, denn ohne deren Beiträge gäbe es die Topothek Langenlois nicht.
Daher startet Dorli Demal einmal mehr einen weiteren Aufruf: "Schauen Sie in Ihren Dachböden, Kästen, Schränken und Fotoschachteln nach. Wenn Sie geeignete Fotos oder sonstige Dokumenten finden, bin ich dankbar, wenn Sie mir das Material kurzzeitig fürs Einscannen zur Verfügung stellen."
In Zöbing können Fotos und dergleichen für die Topothek Langenlois bei Ortsvorsteher Stadtrat Rudi Hoffmann, Gemeinderat Thomas Taschler oder Dipl.Ing. Gerfried Höpfner abgegeben werden.
Die Topothek lebt eben von den Beiträgen der Öffentlichkeit!



Wer jetzt noch nicht genug gesehen hat, ist gerne eingeladen, die Zeitreise unter

http://langenlois.topothek.at/

jederzeit fortzusetzen.
Gute Unterhaltung!

Fotos: Ulli Paur und natürlich jene aus der Topothek Langenlois!


STADTGEMEINDE LANGENLOIS
Rathausstraße 2
3550 Langenlois
Telefon: +43 2734 2101
Fax: +43 2734 2101 39
E-mail: stadtgemeinde(at)langenlois.gv.at
Homepage: www.langenlois.gv.at

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