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Ein Riese weniger im Baumkataster

Baum fällt

Sicherheit steht an erster Stelle, daher steht ein Baum weniger im Langenloiser Spitzpark. 
Die Stadtgemeinde Langenlois musste sich am 30. Jänner 2019 von einer etwa 90 Jahre alten Schwarzpappel im Spitzpark trennen, deren ordnungsgemäße Standfestigkeit nicht mehr gegeben war.
Der Baum mit der Nr. 011314 im Baumkataster wurde durch Baumexperten als "besonders schlecht" bewertet, obwohl man dies von außen nicht wirklich bemerkte. Die Vitalität und Standfestigkeit des Baumes im Wurzelbereich war beeinträchtigt - Grund dafür war der Befall mit dem Baumpilz Hallimasch, der sich in bereits geschwächte Bäume einnistet.
Fachmännisch erfolgte die Fällung durch einen Mitarbeiter des Maschinenringes in Kooperation mit dem städtischen Wirtschaftshof.

Der Spitzpark entlang des Loisbaches ist ein beliebter Ort für Kinder und Spaziergeher. Daher ist es wichtig, hier den Baumbestand laufend zu kontrollieren.
Heute sind die Baumexperten zusammengekommen, weil es notwendig ist, einen Baumriesen zu fällen (Bauhofleiter Leopold Schiegl, Baumsteiger Erwin Bacher vom Maschinenring, Bauhofmitarbeiter Manuel Wiesinger).
"Wie kommen Zweige an den Baum? Weil tief in der Erde, still und verborgen große und viele kleine Wurzeln Nahrung suchen. Durch sie kann der Baum wachsen und groß werden." (Phil Bosmans - belgischer, katholischer Ordensgeistlicher). Die Wurzeln dieser etwa 35 Meter hohen Schwarzpappel bekamen leider nicht mehr viel Nahrung.
Bei einem Stammdurchmesser von 1,80 Metern sind eine gute Vorbereitung und gutes Werkzeug notwendig. Außerdem muss die Fällrichtung richtig berechnet werden, denn das Siedlungsgebiet beginnt unmittelbar neben dem Bach.
Fällkeile werden sorgfältig gesetzt.
Die Seilwinde hilft jetzt mit, dass er in der richtigen Position zu liegen kommt.
Bereit für die Fällung...
Achtung...
... Baum fällt.
Es dauert keine Minute und schon kann der Baum aufgearbeitet werden.
Die Motorsägen laufen heiß :-)
"Weshalb sich um Brennholz sorgen, wenn man einen großen Baum besitzt?". Das besagt ein Sprichwort und auch dieser Baum wird teils im Biomasseheizwerk Langenlois landen oder zu anderen Rohstoffen verarbeitet.
Die Schwarzpappel wurde im Vorjahr österreichweit vom Umweltministerium zum "Baum des Jahres" gekürt.
Erleichtert, Arbeit gelungen!
Auch wenn man äußerlich keine nennenswerten Schäden bemerkt und glaubt, dass dieser Baum vor Lebenskraft strotzte, zeigt das Innere ein anderes Bild.
Bevor also der Sturm den Baum fällt und ungewollte Schäden anrichtet, ist diese Variante die wesentlich bessere und zielführendere.
Die letzten Arbeiten erfolgen, bevor er abtransportiert wird.
Der Rest wird noch für die Wurzelstockfräse ordnungsgemäß vorbereitet.
Die Schwarzpappel steht leider schon auf der "roten Liste" der gefährdeten Baumarten. Der Baum ist für das Kamptal typisch - daher man wird hier wahrscheinlich wieder eine setzen.
Jahresringe werden gezählt - knappe 90 Jahre alt durfte dieser Baum werden.
Es musste auch der danebenstehende Ahorn aus Sicherheitsgründen gefällt werden.
Was man in einem Bauminneren alles findet, ist auch interessant. Hier ist nicht Gras über eine offensichtlich dumme Sache gewachsen, sondern Holz.
Die Hoffnung stirbt immer zuletzt. Wenn jedoch Bäume zur Gefahr werden, mussten sie auch schon vor Jahrzehnten gefällt werden - hier ein Foto vom Kampbad (geschätzte Aufnahme vor 30 Jahren mit den ehemaligen Bauhofmitarbeitern Walter Herndler, Alois Köfinger und Leopold Krenner).


"Ich bin die Wärme deines Herdes an kalten Winterabenden.
Ich bin der Schatten, der dich vor der heißen Sommersonne beschirmt.
Meine Früchte und belebenden Getränke stillen den Durst auf deiner Reise.
Ich bin der Balken, der dein Haus hält, die Tür deiner Heimstatt,
das Bett, in dem du liegst und das Spant, das dein Boot trägt.
Ich bin der Griff deiner Harke, das Holz deiner Wiege ..
... und die Hülle deines Sarges.
unbekannter Verfasser - Schild an einem Baum in Madrid"

Fotos: Ulli Paur (s/w-Aufnahme, zur Verfügung gestellt von Petra Jager-Sommer)


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