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Applaus für Kultur in Kulturen

Mit "Kultur in Kulturen" hat Karl Schwillinsky die Langenloiser Kulturszene in einer ganz schwierigen Zeit belebt. Sechs Veranstaltungen exklusiv für maximal 100 Gäste gibt es im September und Oktober (drei davon mussten am 23. September aufgrund der schlechten Wetterprognose für das Wochenende 25., 26. und 27.9. abgesagt werden).
Das erste Wochenende startete aber fulminant mit Irmie Vesselsky und Wolfgang Kühn. Außerdem gab es eine szenische Lesung mit Peta Klotzberg und Peter Lang (Musik Murkasz).
Die Sonntagsmatinee am 20. September 2020 darf als Highlight bezeichnet werden.
Im Garten der Arche Noah Schiltern punkteten "Die Strottern" und Daniel Glattauer mit viel Humor, es wurde gelesen, gespielt und gesungen.
Das Kaiserwetter bei lauen Herbstwind, goldener Herbstsonne und blauem Himmel war die besondere Kulisse für ein hervorragendes Programm des kongenialen Trios, das mit feinsinnigen, hintergründigen und humorvollen Texten und Melodien das Publikum begeisterten
Dazwischen wurde die bekannt gute Kulinarik des GartenStrawanzers unter Obstbäumen serviert.

Viel Mühe hat sich Karl Schwillinsky gemacht, um ein abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen.
Aufgrund der schlechten Wetterprognose am Wochenende 25. bis 27. September wären er gezwungen gewesen, die Veranstaltung nach innen in den Gartenpavillon zu verlegen. In der derzeitigen Situation scheint ihm das aber unverantwortlich. Die Absage der "Electronic Affairs" ist ihm nicht leicht gefallen. Aber im gesundheitlichen Interesse aller ist es sicherlich die richtige Entscheidung.
Am 20. September waren allerdings die Bedingungen für eine Sonntagsmatinee im Freien optimal.
Es staunten auch viele, wie geeignet der Arche Noah-Garten für derartige Veranstaltungen ist.
Die Strottern = David Müller und Klemens Lendl wären schon da, es kann daher bald losgehen.
Viele Künstler erleben aufgrund der Covid-Bestimmungen derzeit ein Auf und Ab in der Branche.
Die Strottern sind aber heute sehr froh, nach Salzburg, Graz und Bozen endlich wieder einmal im Kamptal auftreten zu dürfen. Der Soundcheck ist gelungen.
Mit Markus Fichtinger an den Tonreglern ein Leichtes.
Mit guter Musik und Literatur werden die Bühnengäste heute dem Publikum "einheizen".
Da braucht es sicherlich keine Decken :-)
Auf alle Fälle ist für jeden vorgesorgt. Es braucht keiner frieren, hungern oder dürsten ;-)
Symbolbild für das heutige "Vierer-Gespann"...
Karl Schwillinsky, Daniel Glattauer, Klemens Lendl und David Müller und entpuppen sich als sehr gutes Team.
Ob sie nicht doch lieber bei Barbara Öhlzelt stehen, haben sie nicht verraten :-)
Heute zeigen viele Herz für die Kultur und sind nach Schiltern gekommen.
So auch Sparkassendirektor Erich Fichtenbauer mit Gattin, einer der Sponsoren dieser Veranstaltungsreihe.
Die Sonntagsmatinee ist mit 100 Gästen limitiert - diese hier hatten Glück und haben rechtzeitig reserviert.
Kultur darf durch Corona nicht vor die Hunde gehen, daher ist heute ist auch Kultur mit Hund angesagt :-)
Karl Schwillinsky kündigt humorvoll eines seiner Highlights an. Damit diese Veranstaltungsreihe zustande gekommen ist, bedankt er sich herzlich bei den Sponsoren wie Arche Noah, Sparkasse Langenlois, Bauunternehmen Schrefl, TPA-Langenlois, Zwettler Brauerei und bei seiner Gattin Barbara Öhlzelt.
Er wünscht allen einen wunderschönen Sonntag.
Gleich zu Beginn will Klemens mit an klan Vogerl Bruadaschoft trinken, so stad sei und dem Schneefall zuhören, um zu wissen, wos a redt - außerdem will er mit den Eisenbahnschienen über die Ewigkeit philosophieren. Bald kommt er aber drauf, dass man das alles nicht kann.
Alte, aber noch immer gültige Texte, weil sich eben nix ändert, hört das Publikum von Daniel Glattauer - zu Beginn Kolumnen aus dem Alltag aus dem Buch "Mama, jetzt nicht!
Nachdem sich das Duo eine Fahrschein um 32 Groschen nach Waldegg gekauft hat, wird das Blut leicht und froh der Sinn ...
… und sie bestätigen musikalisch, dass sie glücklich sind :-)
Dieses gute Gefühl überträgt sich sogleich auf das Publikum.
Die beiden singen meist Lieder über Menschen mit Charakterschwäche. "Nix und ois, geh - wos sois, wäu wos wor scho davor, erscht wos kummt no im Joahr, des imma die greßare Gefohr."
Man hört an allen Ecken und Enden des Gartens gespannt zu, was die Drei humorvoll zu berichten haben, zum Beispiel die Weinabhandlung von Daniel Glattauer: "Wein ist nicht mehr Wein. Früher war höchstens ein Roter kein Weißer, ein Liter kein Doppler und ein Alter kein Heuriger. Mittlerweile werden wir auf hohem Niveau weinakademisch abgerichtet, kennen alle wichtigen Winzer jeder Region, haben Respekt vor pokalgroßen Gläsern, in denen uns sündteure Pfützen verabreicht werden. Unsere Turbozunge unterscheidet rund von eckig, pelzig von unbehaart und vollmundig von leerkehlig. Auch an das Attribut "gut trinkbar" haben wir uns gewöhnt. Schlecht trinkbar wäre etwa ein Wein, bei dem der Korken noch in der Flasche steckt. Derzeit terrorisieren uns die Fruchtzuordnungen. Kein guter Wein, der nicht gleichzeitig eine leichte Zitrus-, Marillen- und Weichselnote aufweist, der nicht am Gaumen nach Johannis- und Stachelbeere schmeckt und seinen Abgang mit Mango, Granatapfel und ostbolivianischer Zwergmaracuja feiert. Das Phänomen: Je mehr Obst vom Kenner aufgespürt wird, desto mehr spüren wir ihm nach, desto teurer darf der Wein sein. Aber irgendwann wird sich ein Weinpapst verraten, irgendwann wird er zugeben, dass der Wein ganz leicht, ganz fein, ganz hinten am Gaumen nach Weintraube schmeckt."
Dann wird noch das Handikap am Glauben und die zuletzt sterbende Hoffnung besungen.
Genug gelacht, jetzt wird zu Tisch gebeten.
Karl Schwillinsky hat fein aufgekocht und startet mit den Vorspeisen.
Applaus gibt es für die Künstler und den Koch!
In diesem wunderbaren Ambiente lässt es sich aushalten.
Kein Banküberfall - nur reine Vorsichtsmaßnahmen beim Anstellen fürs Essen.
Das war dann schon eine der Hauptspeisen.
Essen und Trinken hält eben Leib und Seele zusammen. Heute darf man den Tag im wahrsten Sinne des Wortes genießen.
Der Wirt ist zufrieden, wenn alle Gäste zufrieden sind.
"Es ist besser, zu genießen und zu bereuen, als zu bereuen, dass man nicht genossen hat." Möglicherweise teilen diese beiden Herren die Ansicht von Schriftsteller Giovanni Boccaccio, der bereits vor mehr als 600 Jahren gelebt hat.
Mit der musikalischen "Fahrscheinkontrolle" geht es weiter...
Im Intro zu diesem Song pfeifen die Strottern nicht drauf, sondern wunderschön im Duett.
Das Lied über die "Lydia, das peckte Mädel" gefällt nicht nur dem Publikum, sondern auch Karl Schwillinsky. Denn diese hat Schauplätze, Sehenswürdigkeiten und die Geschichte von Wien auf ihrem Leib tätowiert.
Daniel Glattauer beschreibt die österreichische Seele zum Thema "Schauen".
"Schau ma amoi, daun segn ma eh..." Klemens Lendl schaut ein oder verhält sich das Lachen oder ist am End verzweifelt ob der Coronasituation oder traurig, weil es keine Marillenknödel als Nachspeise gibt - so genau weiß man das jetzt nicht :-)
Nachdem er sich von Daniel Glattauer überzeugen lässt...
… dass Schwillinskys Cremeschnitten genauso gut munden...
… wird das Programm nicht, wie angedroht abgebrochen, sondern ordnungsgemäß und lustig beendet.
Danke liebes Publikum fürs Kommen und für die Geduld und danke für die Einladung. Es war uns eine große Freude. Mit einem Humanisten-G'stanzl zum Schluss weisen sie darauf hin, dass nix so is, wias scheint, aber man trotzdem a bissl aufaranaund aufpassen und man vorm Redn a bissl denken soll.
Abschließend gibt es noch eine Zugabe: "Des Leben mit dir is wia Taunzn"
Irgendwann endet die Phase, in der wir spüren, dass es Zeit wäre, nach Hause zu gehen. Daher kommt von Daniel Glattauer ein "Pfiati Gott", "Baba", "Servas", "Tschau", "Tschüss".



Weitere Informationen zur Veranstaltung "Kultur in Kulturen" unter www.schwillinsky.com

Fotos: Ulli Paur


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