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40 Jahre Sonderpädagogik Langenlois

„Der Weg der Menschlichkeit ist kein Privatweg“, weiß der niederösterreichische Schriftsteller Ernst Ferstl, der auch als Pädagoge tätig war.
Als bildungsaffine Stadt trägt daher Langenlois schon Jahrzehnte dafür Sorge, den Kindern und Jugendlichen entsprechende Ausbildungsstätten zur Verfügung zu stellen.
Denn eines steht fest: Neben wertvoller Erziehungsarbeit im Elternhaus findet man den Weg ins Leben vor allem über eine gute, solide schulische Grundausbildung.
Keiner kann sich aber sein Schicksal auswählen. Umso beherzter müssen wir jenen begegnen, die sich im Leben schwerer tun. Darum schufen die Verantwortlichen vor vierzig Jahren zur bereits bestehenden Langenloiser Volksschule für Kinder mit besonderen Bedürfnissen eine Sonderschule.
Diese gilt bis heute als Leuchtturm der Hoffnung für Eltern und Kindern. Integration und Inklusion – eingliedern und einschließen – sind Schwerpunkt dieser sonderpädagogischen Form in Langenlois.
14 Sonderschullehrerinnen, ein Sonderschullehrer und drei Stützkräfte bereiten derzeit in der Kleingruppenschule Langenlois die mehr als 50 Schülerinnen und Schülern tagtäglich liebevoll, aber auch konsequent, auf das Leben vor und entlasten somit die Eltern.
Die Rahmenbedingungen dafür sind nicht immer leicht.
Wie wichtig die sonderpädagogische Betreuung der Kinder mit schulischen Defiziten ist, erweist sich letztendlich aber immer wieder  in der erfolgreichen Bewältigung ihres weiteren Lebens.
Beim überaus nett gestalteten Jubiläumsfest "40 Jahre Kleingruppenschule Langenlois ASO" am 9. April 2019 bedankten sich Gemeinde- und Vertreter des Landes Niederösterreich bei den Lehr- und Stützkräften für ihr großes Engagement sehr herzlich.  
 

Schmetterlinge und Musiknoten prägen die Einladung zum heutigen Fest, das etwas Leichtigkeit in den nicht immer einfachen Alltag bringen soll.
Die Zeit vergeht in Riesenschritten und viele können es nicht glauben, dass es die Sonderschule Langenlois, die sich jetzt Kleingruppenschule nennt, bereits seit 40 Jahren gibt.
Mit dem bekannten Lied von Udo Jürgens begrüßen die Kinder und das Lehrerteam alle Gäste im Festsaal der Gartenbauschule Langenlois.
"Die Menschen sind alle verschieden, die Menschen sind hart oder weich. Aber überall hofft man auf Frieden und die Blumen blüh'n überall gleich."
"Reist Toshi von Japan nach Schweden, betritt er ein anderes Reich, doch die Sonne wärmt überall jeden und die Blumen blüh'n überall gleich."
"Kein Mensch gleicht auf Erden dem ander'n, die Welt ist an Sprachen so reich, aber wo wir auch geh'n oder wandern, die Blumen blüh'n überall gleich."
Sonderschuldirektorin Doris Aschauer begrüßt alle Ehren- und Festgäste, zuerst persönlich, wie hier Bildungsdirektor Mag. Johann Heuras vom NÖ Landesschulrat...
... und dann in ihrer Begrüßungsrede namentlich alle...
... Landtagsabgeordneten Josef Edlinger und Bürgermeister Mag. Harald LEOPOLD samt allen anderen Gemeindevertretern, auch aus dem umliegenden Gemeinden ...
... Sonderschulgemeindeobmann Stadtrat Ing. Thomas Redl und Stadtamtsdirektor Karl Brunner ...
... Hofrat Dr. Adolf Joksch, Vater der Sonderpädagogik, und viele andere.
Es sind auch einige "Lesepaten" der Sonderschule gekommen, die sich in der Schulzeit mit den Kindern befassen und die sehen jetzt, dass im Programm...
... des Langenloiser Bürgermeisters weitergeht. Mag. Harald LEOPOLD lobt die überaus fordernde Arbeit des Lehrerteams, das tagtäglich versucht, auch die Kinder mit besonderen Bedürfnissen aufs Leben vorzubereiten. Um dem Bildungs- und Betreuungsangebot der heutigen Zeit zu entsprechen, wird auch bereits ein weiterer Ausbau der Volks- und Sonderschule überlegt.
Durch das Programm führt in gekonnter Manier Andreas Jaksch, vielen bekannt als Musiker mit Tiefgang, aber auch einst Pädagoge mit viel Herz. Er weiß, das das Schulsystem für eine Gemeinde viel Geld kostet und eine "besondere Schule" mit "besonderen Kindern" halt auch besonders viel Geld. Daher bedankt er sich gemeinsam mit den Kindern mit einem lauten DANKE beim Bürgermeister für die Bereitschaft, hier weiter zu unterstützen.
In dieser besonderen Schule gilt kein strenger Lehrplan, sie unterscheidet sich von der „normalen Schule“ dadurch, dass es hier um ganz andere Dinge geht, als ununterbrochen Inhalte zu vermitteln. Es geht hier vielmehr um die Geborgenheit, um das Angenommensein der Kinder ...
... und die Kinder fühlen sich in der Einrichtung der ASO Langenlois sehr, sehr wohl. Und wenn man sich besonders wohl fühlt, darf man sogar ein 10., 11. und 12. Schuljahr anhängen, bevor man dann wirklich ins Leben hinaus muss.
Sonderschulpädagogin Sonja Ettenauer hat mit den Größeren eine schwungvolle Choreographie einstudiert.
Dieses Wohlfühlgefühl drücken die Kinder in einem flotten Tanz aus ...
... zu einem Titel von Justin Timberlake, wo man den Sonnenschein in der Tasche und den Song in den Füßen hat und einfach nur tanzen will ...
... „Can´t stop the feeling“!
... und die Kinder denken ganz sicher: "Hoffentlich hört das gute Gefühl nie auf."
Diese Lebensfreude muss man einfach festhalten.
Bezirkshauptfrau Dr. Elfriede Mayrhofer bestätigt, dass sie bei diesem Tanz viel Wohlgefühl und Entspannung in den Kindern gesehen haben. Die Bildungseinrichtung "Schule" ist eben ein ganz wichtiger Faktor in unserem Leben, um Jugendliche auf ein selbst bestimmtes Leben vorzubereiten. Sie wünscht dem Team und den Kindern alles Gute.
Mit diesem kleinen "Hoppala" wird die erste Rede von den Schülern beendet :-)
Schon ist die Schulwartin zur Stelle und alles ist wieder gut.
Landtagsabgeordneter Sepp Edlinger beginnt mit einem Sprichwort: "Den Wert einer Gesellschaft erkennt man daran, wie sie mit den Schwächsten in ihrer Gemeinschaft umgeht." Die Kleingruppenschule Langenlois beweist nach vierzig Jahren mit dieser Feier, dass wir in einer sehr guten Gesellschaft leben. Er überbringt in Vertretung von Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner besten Grüße und Wünsche. Er bedankt sich bei allen, die diese Rahmenbedingungen für die Schule schaffen und aufrecht erhalten, vor allem aber beim Lehrerteam, die sich mit viel Kompetenz, Empathie und vor allem mit viel Menschlichkeit um ihre Schützlinge kümmern und sie ins Leben begleiten.
Mit dem nächsten Lied wird die Feierstunde wieder aufgelockert.
Die Schulband nimmt Aufstellung...
"Es gibt Lieder über Hunde – wau wau wau, und auch Lieder über Katzen – miau miau miau, nur das eine Lied, das gibt's noch nicht, und das ist das Lied über mich.
"Ich hab Hände sogar zwei und auch Haare mehr als drei, ich hab einen runden Bauch, und 'ne Nase hab ich auch, ich hab links und rechts ein Bein, und ein Herz, doch nicht aus Stein, und jetzt winke ich dir zu, hallo du, du, du..."
Während die einen laut applaudieren...
... hält sich Gabriel die Ohren zu - warum, wollen wir jetzt nicht hinterfragen. Ist es wegen dem Gesang oder dem nächsten Redner? :-)
Bei dieser Geburtstagsfeier darf auch die oberste Chefin der Sonderpädagogik nicht fehlen: Hofrätin Mag.a. Maria Handl-Stelzhammer (Schulqualitätsmanagerin) spricht die Buntheit und Vielfalt aller Kinder an, die in der Sonderpädagogik begleitet, betreut und gefördert werden. Statt Geburtstagstorte gibt es eine "Dankesurkunde" mit dem Titel "Dem DU helfen, das zu werden, was es werden kann." Möge diese wertvolle Chance auch in Langenlois jeden Tag genützt werden.
Sie wünscht weiterhin viel Freude an der Arbeit, Beziehungs- und Kommunikationsfähigkeit, Kraft und Energie, Einfühlungs- und Durchhaltevermögen, wertschätzendes Miteinander und Humor als Basis für diese fordernde Arbeit.
Nach einer weiteren stimmungsvollen Tanznummer der Schülerinnen und Schüler weist Andreas Jaksch auf ein besonderes Zitat hin "Verachtet mir die Meister nicht und ehrt mir ihre Kunst" - das münzt er auf die Kleingruppenschule um "Verachtet mir die Lehrer nicht und ehrt mir ihre Kunst". Daher bittet er ...
... Schulrätin Klaudia Mayer, die erste Sonderschuldirektorin in Langenlois, auf die Bühne. Wie es mit dieser Schule begonnen hat...
... und wie es die Jahrzehnte weiterging, darüber berichtet auch Schulrätin Leopoldine Kargl, die nach Direktorin Mayer die Schule leitete.
Gabriele Mang-Bartl, Direktorin bis 2018, erinnert sich auch sehr gerne an die Schulzeit in Langenlois. Alle drei erzählten über die Entwicklung der wichtigen Schule.
Geballte Frauenpower, die mit Blumen bedankt wird.
Nach diesem persönlichen Rückblick auf 40 Jahre Entstehungsgeschichte der Sonderschule Langenlois gab es...
... gibt es einen bildlichen Rückblick.
Herr Bildungsdirektor, jetzt sind Sie dran...
Nach der wunderbaren Präsentation folgt die letzte Ansprache an die Geburtstagsgäste. Mag. Johannes Heuras ist von zwei Dingen tief beeindruckt: Die Tanzvorführungen und die überaus disziplinierten Kinder und das wertet er als Ausdruck und Haltung dieser Schule. Die Geborgenheit und das "Beziehung leben" steht nicht nur im Leitbild, das ist heute auch spürbar. Wertschätzung ist eines seiner Lieblingswörter, den wir müssen dem System wesentlich mehr davon entgegenbringen. Er rät jedem, der nicht so wertschätzend allem gegenüber steht: "Gehen Sie nur einen Tag in die Sonderschule und sie oder er wäre bekehrt." Hier in Langenlois nimmt man Verantwortung bei der Schülerbegleitung besonders wahr und ernst. Dafür spricht er allen ein tiefes und herzliches Dankeschön aus und wünscht alles Gute zum Geburtstag!
Mit Tanz und Musik...
... endet ein wunderbares Geburtstagsfest.
Danke fürs Kommen.
"Unterm Himmelszelt leben Kinder einer Welt, jeder von uns zählt!"
Engagierte Eltern laden dann...
... zum bunten Imbiss ein.
Ein besondere Geburtstagsparty geht mit Applaus zu Ende!



Mehr Infos über die Kleingruppenschule Langenlois: http://www.spz-langenlois.at


Fotos: Ulli Paur


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Homepage: www.langenlois.gv.at

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