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Vernissage in der Stadtpfarrkirche

Langenlois als Kulturstadt ist auch bekannt für viele Ausstellungen.
Meist finden Vernissagen im Ursin Haus, in den Banken oder im "stiegenhaus" statt - diesen gehen immer Presseankündigungen und Einladungen dazu voraus.
Die Schüler der 2. HLS-Klasse der WISO Langenlois mögen es lieber dezenter und stellen einfach aus. Obwohl, einfach war es sicherlich nicht, denn die Jugendlichen sollten sich Gedanken zu einem äußerst schwierigen Thema machen.
Das beeindruckte Ergebnis mit selbst gemalten Bildern und Texten dazu wurde von den Gläubigen am 8. April 2018 beim Sonntagsgottesdienst anerkennend gelobt. Dabei faszinierend war, wie 15- bis 17-Jährige das für viele abstrakte Thema "Tod und Auferstehung" aufgearbeitet haben. 
Mit ihren 27 Werken wurde der Gottesdienst am "Weißen Sonntag" somit sehr farbenfroh und kreativ!
Die besondere "Vernissage" in der Stadtpfarrkirche Langenlois sollte man sich anschauen - man kann nämlich auch von dieser vorbildhaften Jugend lernen.
Mit Applaus wurde den Bild- und Wort-Künstlern und ihrer Pädagoginnen MMMag. Theresa Lichtenegger, Gabriele Strasser sowie Adi Hauer gratuliert.

Auch Kulturstadträtin Mag. Brigitte Reiter lobte das gelungene Projekt. "Es ist nicht alltäglich, Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren zum Thema Auferstehung und Tod diskutieren zu lassen und sie dabei noch zu kreativen Arbeiten anzuregen.

Da es ja keine Ausstellung im herkömmlichen Sinn ist, vermisst man auch die Namen der Künstler unter den Bildern. Sie wollten einfach anonym bleiben - der Betrachter soll sich völlig neutral auf Motiv und Text konzentrieren. Leider kann man diese Bilder auch nicht kaufen - sie werden in der Schule einen würdigen Platz bekommen.

Jugend vor den Vorhang

Wer von uns setzt sich schon gerne mit dem Tod auseinander? Keiner, um ehrlich zu sein und trotzdem muss jedem klar sein, dass man nicht ewig auf dieser Welt leben wird.
Und gerade mit diesem schwierigen Thema haben sich die Schülerinnen und ein Schüler der 2.Klasse der Höhere Lehranstalt für Sozialmanagement an der WISO Langenlois auseinandergesetzt.
Hier nur ein kleiner Bilderauszug - alle gelungenen Werke sind in der Stadtpfarrkirche Langenlois zu sehen.
"Mein Bild zeigt eine dunkle Gestalt, die Jesus darstellt und im Hintergrund entsteht eine farbenfrohe Welt. Durch die Auferstehung Jesu wurde die graue Welt wieder bunt.
Im Leben ist es nicht immer leicht, aber Jesus ist immer bei uns und steht uns immer zur Seite, in schönen Tagen, wie auch an schweren. Er wird uns bis in unseren Tod begleiten."
"Das Bild steht für eine Welt voller Friede, Hoffnung und Vielfalt. Mit der Friedenstaube, der Weltkugel und den vielen verschiedenen Farben wird eine Vielfalt an Möglichkeiten, Wegen und eine Welt voller verschiedener Menschen, welche auf ihre eigene Art und Weise toll sind, symbolisiert."
"Das Bild soll zum Ausdruck bringen, dass selbst in finsteren Zeiten, in denen Dunkelheit und Traurigkeit regieren und es keine Hoffnung mehr gibt, irgendwo ein Licht ist. Ein Licht, das voller Hoffnung ist und den Weg durch schwierige Zeiten weist, damit man alle Freude und allen Mut wiederfinden kannst.
Vielleicht erkennt man ein Licht nicht sofort, aber es wird immer leuchten. Denn auch in der Nacht kommt der Mond zum Vorschein, der die Nacht erhellen kann. Darum nutze das Licht und mach aus der Dunkelheit wieder ein Fest der Farben, der Fröhlichkeit und der Hoffnung."


"Die zweite Hand: Das Bild zeigt die Verlorenheit und die Angst eines Verstorbenen, der voller Hoffnung seine Hand nach der Hand Gottes ausstreckt. Die bunte und schützende Hand Gottes erwartet den Verstorbenen bereits und verhilft ihm in sein Reich, wo es weder Angst, Schmerz noch Verlorenheit gibt."
"Du bist das Licht der Welt. Du bist der Fels in der Brandung. Du leuchtest uns den Weg in der Nacht. Du bist da, wenn das Abendrot kommt. In dich kann man Vertrauen setzen und du wirst jede Nacht leuchten. In der stürmischsten Nacht bist du die Hoffnung für uns. Irgendwann werden wir dann deinem Strahl folgen und sicher in deinem Hafen einkehren. Mit diesem Bild möchte ich ausdrücken, egal wie weit wir vom Leuchtturm entfernt sind, das Licht wird uns durch gute und schlechte Zeiten führen. Irgendwann werden wir es dorthin verfolgen, wo wir ruhen können.
Lass uns im Morgenrot dankbar sein, dass er im Abendrot wieder erscheinen wird."
"Neuanfang! Mit meinem Bild einer Pusteblume wollte ich sagen, dass es immer eine Auferstehung gibt – auch mitten im Alltag.Der Löwenzahn beginnt zu blühen – dann erblüht er in einem kräftigen Gelbton und wenn im Herbst seine einzelnen Samen durch den Wind davongetragen werden, finden sie einen neuen Platz, an dem sie wieder zu blühen anfangen können."
Das muss selbst Pastoralassistent Johannes Leitner festhalten.
"Mit meinem Bild will ich zeigen, dass die Pusteblume abgestorben wirkt. Aber wenn man die Samen wegbläst, dann entsteht am Boden verstreut wieder neues Leben. Das ist für mich auch der Zusammenhang zwischen Tod und Auferstehung."

Direktor Mag. Klaus Doujak freut sich mit seiner Kollegin MMMag. Therese Lichtenegger über die überaus gelungenen Ansätze zu einem sehr schwierigen und abstrakten Thema.
"Das Leben ist nicht immer einfach, aber es gibt so viel, wofür es sich zu leben lohnt! Wenn andere dich mitziehen wollen, dich an Normen anpassen und dir deine Individualität nehmen wollen, bleib du selbst! Jesus hat es uns vorgelebt! Go Jesus!"
"Ich habe mir überlegt, was ich mit Auferstehung in Verbindung bringe. Es ist die Freude. Darum habe ich eine Kerze gezeichnet, die aus dem Dunkel leuchtet. Das Dunkle symbolisiert den Tod, und in seiner Mitte hinein erstrahlt die Kerze. Eine Kerze verschmilzt wie ein Leben. Sie muss brennen, um zu leben. Im Zentrum der Kerze ist Jesus als Auferstandener, um das Thema der Auferstehung zu verdeutlichen."
"Der Schmetterling: Wenn ich in nächster Zeit bei schönem Wetter bunte Schmetterlinge sehe, denke ich nicht nur: Endlich ist der kalte Winter vorbei und der Sommer steht vor der Tür. Beim Anblick der schönen bunten Tiere denke ich an Ostern – an die Auferstehung. Die Menschen fühlen vor dem Tod Angst und Sorge. Sowie sich die Raupen in Schmetterlinge verwandeln, können sich Perspektiven im Leben verändern."
"Das Bild soll zum Ausdruck bringen, dass selbst in finsteren Zeiten, in denen Dunkelheit und Traurigkeit regieren und es keine Hoffnung mehr gibt, irgendwo ein Licht ist. Ein Licht, das voller Hoffnung ist und den Weg durch schwierige Zeiten weist, damit man alle Freude und allen Mut wiederfinden kannst. Vielleicht erkennt man ein Licht nicht sofort, aber es wird immer leuchten. Denn auch in der Nacht kommt der Mond zum Vorschein, der die Nacht erhellen kann. Darum nutze das Licht und mach aus der Dunkelheit wieder ein Fest der Farben, der Fröhlichkeit und der Hoffnung."

"Mein Bild hat einen Ideenwandel genommen. Von einem bunten Mosaikkirchenfenster ging mein Entwurf über zu einem Tunnel aus Ziegeln. Das Herz soll als Symbol dafür gesehen werden, dass ein Herz selbst einen ewig langen Tunnel hell erleuchten kann. Wie standhaft es sein kann und welche Ausstrahlung es mit sich bringen kann. Ein noch so kleines Symbol der Liebe kann so viel bewirken und bedeuten. Oftmals bewirken kleine Dinge ganz große Wunder. Die Liebe kann alles überstehen, wenn sie stark und vor allem echt ist."
Pfarrgemeinderat Adi Hauer, Kulturstadträtin Mag. Brigitte Reiter, Angelica Eisenbock, MMMag. Therese Lichtenegger, Direktor Mag. Klaus Doujak, Schwester Hildegund Kammerhofer (Reihe stehend von links nach rechts).
Teresa Schierer, Annabell Brodesser und Sandra Haschkovitz (Reihe hockend von links nach rechts).



Fotos: Ulli Paur


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